„Kehrmännchen” halten Schule sauber

Von: mabie
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Besen hoch für die Sieger: die 7a des Carolus-Magnus-Gymnasiums gewann den schulinternen „frrog”-Wettbewerb der Umwelt-AG und darf sich auf einen Ausflug zum Tagebau in Inden freuen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Früher waren sie ein fester Bestandteil des Stadtbildes: „Kehrmännchen” genannte Mitarbeiter der Kommunen, die vor allem mit dem großen Saalbesen für Sauberkeit sorgten. Im Kleinen griff nun die Umwelt-AG des Carolus-Magnus-Gymnasiums in Übach-Palenberg diese Idee wieder auf.

Unter dem Titel „frrog” und dem grünen grinsenden Frosch machten sie sich auf den Weg, einmal genau hinter die Klassentüren der Schule zu schauen. Bei „frrog” handelt es sich übrigens nicht um einen Tippfehler, vielmehr haben die Schüler, die damit offiziell auch im Netzwerk „Facebook” präsent sind, ihrem umweltgerechten Ansinnen schon vom Namen her Ausdruck gegeben.

Und weil es ja so schön international ist, passierte das in Englisch, denn eigentlich ist „frrog” nur eine Abkürzung für den Terminus „for renewable resources and an (o)ecological gymnasium”. Zu deutsch heißt das in etwa, dass die Umwelt-AG sich ganz klar für erneuerbare Ernergien einsetzt, damit gleichzeitig ökologische wie ökonomische Ziele verfolgt. „Unsere Idee ist einfach, den Umweltschutz an unserer Schule umzusetzen”, so Gabriel Gallinger von der Umwelt-AG im Internet.

Dazu hatten sie natürlich auch die naturwissenschaftlich orientierten Lehrer Holger Heß, Markus Köhler und Nils Lenzen auf ihrer Seite, die mit der Umwelt-AG und dem Projekt „frrog” in der Schule unterwegs waren. Damit es auch einen Anreiz zum Mitmachen gab, haben Lehrer und AG-Leitung gleich noch drei Preise ausgelobt. Doch vor dem Preis kam der Fleiß, denn die teilnehmenden Klassen der Sekundarstufe I mussten auf verschiedene Kriterien in ihrem täglichen Tun in der Schule achten.

„Kriterien waren die richtige Mülltrennung in Papier, gelber Punkt und Restmüll, geschlossene Fenster nach dem Unterricht, ausgeschaltetes Licht und ein gekehrter Fußboden”, berichtet Markus Köhler bei unserer Stippvisite. Über die eingesparte Abfallmenge ist noch nichts bekannt, aber eine sortenreinere Aufteilung wurde schon jetzt festgestellt. „Und laut Aussage der Reinigungskräfte sind die Klassen seit dem Start von ,frrog in der Regel ordentlicher geworden”, ergänzt Nils Lenzen.

Geschult wurden die Kinder übrigens mit einem selbst gefertigten Film über korrektes Handeln im Sinne der Umwelt, der eigens von der Umwelt-AG erstellt wurde. Doch neben den drei von den Schülern selbst bestimmten Preisen - einem Ausflug zum Tagebau Inden, einem Kinomorgen mit Popcorn und Bionade sowie einem Gutschein für Hausaufgabenfrei - verfolgt die Umwelt-AG noch weitere Ziele mit ihrer Aktion.

So werden konkrete Einsatzmöglichkeiten für Produkte aus recyceltem Papier gesucht, das bestehende Müllsystem analysiert oder auch Wege zum Energiesparen gesucht. Ach ja: der Spaß an der guten Sache sollte übrigens auch nicht zu kurz kommen. Schließlich gibt es kaum einen besseren Beleg dafür als Schüler wie Daniel Reinartz und Silas Rechlin aus der Klasse 7a.

Denn sie sprinteten auf die Frage, wer den einmal für die Zeitung als Fotomodell mit Besen und Kehrblech posieren will, gleich nach vorne. So ist das eben bei den modernen „Kehrmännchen”, die auch hinter verschlossenen Klassentüren gerne ihrem Job nachgehen.
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