Geilenkirchen - „Katwarn“: Politik will bessere Warnung im Katastrophenfall

„Katwarn“: Politik will bessere Warnung im Katastrophenfall

Von: st
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Geilenkirchen. Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch, wird gebeten, eine Beteiligung des Kreises Heinsberg am Warn- und Informationsdienst „Katwarn“ für offizielle Katastrophen- und Gefahrenwarnmeldungen zu prüfen und umzusetzen. Dies hat der Geilenkirchener Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung auf Antrag der Bürgerliste beschlossen.

Im Falle von unerwartet eintretenden Gefahrensituationen wie Großbrände, Stromausfälle, Bombenfunde und Chemikalienaustritt sei, so Fraktionschef Christian Kravanja in seiner Begründung, eine schnelle Information der Bevölkerung von großer Bedeutung, um weiteren Schaden zu verhindern.

Als mögliches System biete sich hier „Katwarn“ an. Dabei handele es sich um ein vom Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme entwickeltes, deutschlandweit einheitliches Warn- und Informationssystem, das bei Katastrophen und in Gefahrensituationen zusätzlich zu den allgemeinen Informationen durch Polizei, Feuerwehr und in den Medien die betroffenen Bevölkerungsgruppen informiere. Mehrere Bundesländer und 62 Landkreise und kreisfreie Städte würden sich an dem System beteiligen.

„Es wäre wünschenswert, wenn auch die Bürger der Stadt Geilenkirchen und des Kreises Heinsberg über dieses Warnsystem informiert werden könnten“, so Kravanja im Antrag der Bürgerliste. Da die Zuständigkeit für den Katastrophenschutz beim Kreis liege, könne eine Information der Bürger in Geilenkirchen nur durch eine Teilnahme des Kreises an dem System erreicht werden. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Norbert Spinrath habe sich bereits öffentlich für eine Beteiligung des Kreises ausgesprochen.

Aufgrund des Antrags hatte sich die Verwaltung mit dem Feuerschutzzentrum des Kreises Heinsberg in Verbindung gesetzt. Ihr war bekannt, dass der Kreis Heinsberg seit einiger Zeit die Warn-App „Nina“ einsetze. Hierbei, so die Verwaltungsvorlage, handele es sich um die unmittelbar vom Bund betriebene offizielle Notfallinformations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz. Sie erfülle nach Auskunft des Kreises die gleichen Funktionen wie „Katwarn“.

Allerdings sei sie, so begründete Kravanja auch in der Sitzung nochmals seinen Antrag, nur für Handys mit den Betriebssystemen iOS und Android verfügbar, schließe also etwa zehn Prozent der Menschen aus, die ein Windows-Phone besitzen. „Es geht nicht darum Nina schlecht zu reden, aber Nina hat Nachteile. Man sollte prüfen, ob man beide Systeme parallel einsetzen kann, so dass man die Warnungen breiter streuen kann“, so Kravanja.

Nachdem Lars Speuser für die CDU Zustimmung signalisiert hatte, erklärte Christoph Grundmann für die SPD: „Auch wir stimmen zu, damit breit gefächert gewarnt wird.“

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