Katholische Grundschule Übach: Neugestaltung des Schulhofs abgeschlossen

Von: mabie
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Gemeinsam mit Offiziellen, Vertretern von Schule und Schulverein der KGS Übach und natürlich im Beisein der Kinder, sorgte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch mit einem Schnitt für die offizielle Eröffnung des neu gestalteten Schulhofes. Foto: Markus Bienwald
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Die Kinder freuen sich schon auf die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten der neuen Spielgeräte auf dem Übacher KGS-Schulhof, wenn ab heute wieder regelmäßig Schulzeit ist. Schulverein und Sponsoren in der Stadt realisierten die Ideen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Der Wachhund ist schon da am neu gestalteten Schulhof der Katholischen Grundschule (KGS) Übach. Zwar gehört der wachsame Nachbar nicht zur Schule, doch schon jetzt passt er mit seiner dunklen Nase über das Treiben auf dem noch nicht eingezäunten Gelände auf.

Für die Umgestaltung des Hofes hinter dem historisch gewachsenen Schulgebäude in Richtung Turnhalle war im Stadtetat leider kein Geld vorhanden. Sparen ist oberste Devise – so war die Initiative der Eltern gefragt.

Die Pläne dafür waren schon länger als Ideen in den Köpfen der Verantwortlichen vorhanden. Allerdings fehlte es an der Umsetzung, wie Schulleiterin Irmgard Pollux bei der offiziellen Einweihung in der Woche vor dem Schulstart anmerkte. „Der jetzige Schulverein mit seinem Vorstand ist sehr aktiv und immer ansprechbar“, freut sich die Pädagogin.

Kamel und Kakteen

Das ganze Kollegium steht hinter der Umgestaltung und freut sich nicht nur über ein ganz anderes Äußeres mit viel mehr Spielmöglichkeiten als vorher. So sind auch die Schmierereien an der Turnhallenwand zum Schulgebäude verschwunden. Stattdessen erstreckt sich dort ein professionell ausgestaltetes Graffiti-Panorama, das Seinesgleichen sucht. Afrikanische Motive, eine sprudelnd in eine Meereswelle eintauchende Meeresschildkröte, ein Kamel, Kakteen und Bäume bieten nun ein ansehnliches Diorama für die neuen Spielgeräte.

„Ich habe zusammen mit Bekannten und Freunden 17 Stunden am Stück daran gearbeitet“, sagt Maler Marcel Brouwer, der schon vielen städtischen Einrichtungen ein neues Erscheinungsbild verpasste. Ein Samstag war da schnell verbraucht, in der Nacht halfen Scheinwerfer und die vom Elternverein gestellte Kaffeemaschinen dabei, das Kunstwerk zügig zu vollenden. „Das musste an einem Stück fertiggestellt werden, weil der Respekt von Wildsprühern gegenüber nicht fertiggestellten Bildern recht gering ist“, sagt Brouwer, immer noch ein wenig erschöpft.

Noch lange nicht müde wirkten die zum Fototermin auf dem Schulgelände eingetroffenen jungen Übach-Palenberger. Sie freuten sich nicht nur am bunt lackierten Wandschmuck, sondern stürzten sich gleich auf die neuen Spielgeräte, die ihre Bewegungsfähigkeiten fördern sollen. Die teilen sich auf in einen dreiteiligen Motorik-Parcours mit einem Nest aus roten Seilen, einer niedrigen Strickleiter und einem „Fliegenden Teppich“, über den es zu klettern gilt.

Klettern ist auch nebenan beim Kletterturm Modell „Zugspitze“ gefragt, während die eigene Körperbalance der Schlüssel zum Erfolg auf dem dreiteiligen Schwebebalken ist. Wer genug davon hat, oder den Kindern einfach beim fröhlichen Spiel zusehen will, kann noch auf der ebenfalls gestifteten Bank Platz nehmen.

Erinnerung an den Konrektor

Die hat noch eine weitere, tiefere Bedeutung. „Die Bank wurde vom Schulverein in Erinnerung an den verstorbenen Konrektor Heinz Beckers gestiftet, um an sein Wirken zu erinnern“, erläuterte Irmgard Pollux.

Die Kinder sind hellauf begeistert von ihren neuen Spielmöglichkeiten. „Das Nest ist toll“, sagte Elias Kamphausen, der mit seinen sechs Jahren vor allem auf das Motorik-Gerüst und das Klettergerüst abfährt. Und die vierjährige Dana Fröschen freut sich, dass sie jetzt schon die Zugspitze erklimmen kann. „Ehrlich gesagt, liebe Kinder, bin ich schon ein wenig neidisch“, fand auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, der als Schulträger das Engagement in Übach nicht hoch genug loben konnte. „Ich hätte mir zu meiner Schulzeit auch gerne solch einen schönen Schulhof gewünscht“, sagte er.

So wurde dank des ehrenamtlichen Einsatzes und der finanziellen und materiellen Mitwirkung ortsansässiger Firmen ein Wunsch, den Eltern wie Schüler schon länger träumen, Wirklichkeit.

Zum Schutz des neuen Spielparadieses fehlt nun nur noch ein tüchtiger Zaun, damit auch alles so bleibt wie es ist. Dann kann auch der wachsame Nachbarshund das ein oder andere Mal ruhiger schlafen.

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