Katholische Frauengemeinschaft feiert 50-jähriges Bestehen

Von: Renate Kolodzey
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Die aktiven Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft Immendorf-Waurichen-Apweiler im Alter von 27 bis 92 Jahren, die bei den Vorbereitungen zum Jubiläum kräftig mithalfen. Foto: Renate Kolodzey
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Lobende Worte zum Jubiläum fanden beim Empfang (v. l. n. r.) Ortsvorsteher Friedhelm Thelen, Christa Nickels, Parlamentarische Staatssekretärin a. D., Andreas Tegtmeyer, Vorsitzender Interessengemeinschaft der Ortsvereine, Paula Herff, Vorsitzende Katholische Frauengemeinschaft, Heinz Bosten, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und Brigitte Lüttgens, Vorsitzende des Pfarreirates. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Es macht mir immer noch Riesenspaß“, betonte Paula Herff, Vorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Immendorf-Waurichen-Apweiler, kurz kfd. Seit 23 Jahren ist sie Mitglied in diesem gemeinnützigen Verein, seit neun Jahren seine Vorsitzende. „Manche sind sogar schon über 40 Jahre bei uns“, freute sie sich.

Von den momentan 300 Mitgliedern – alle aus der Drei-Dörfer-Gemeinschaft – engagieren sich 24 Frauen im Alter von 27 bis 92 Jahren aktiv ehrenamtlich in der Gemeinde. Sie besuchen unter anderem ältere Pfarreiangehörige und Kranke, helfen bei Messen und sammeln Spenden für karitative Zwecke. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz – die karnevalistische Frauensitzung ist in jedem Jahr ein Glanzpunkt.

Mit einer Dankmesse am vergangenen Sonntag starteten die Feierlichkeiten für das 50. Jubiläum. Pastor Norbert Kalutza hob im gut besuchten Gotteshaus die vielfältige Unterstützung der Frauen im kirchlichen Bereich hervor, wünschte sich eine weitere gute Zusammenarbeit und gab zu: „Ich sage oft selbst viel zu selten Danke!“

Für den anschließenden Empfang im Pfarrheim hatten sich die Damen einiges einfallen lassen: Mit weißen Blusen und orangefarbenen Halstüchern waren sie selbst schon ein Farbtupfer im bunten Geschehen. Dazu drückten sie jedem der zahlreichen Gäste zur Erinnerung eine kleine Kerze mit dem farbenfrohen Logo der Frauengemeinschaft in die Hand, das auch auf den Servietten zu bewundern war.

Die Besucher durften sich an liebevoll zubereiteten Häppchen sowie „kühlem Nass“ laben und beim gemütlichen Schmausen den feierlichen Reden lauschen.

Paula Herff hieß alle Gäste herzlich willkommen, insbesondere die befreundeten Frauengemeinschaften. Sie ließ das vergangene halbe Jahrhundert Revue passieren und erinnerte an die Gründung der örtlichen Frauengemeinschaft im Jahre 1967 im Missionshaus Loherhof mit dem Ziel, im kirchlich-sozialen Bereich tätig zu sein. Tatkräftig wurde sie unterstützt durch den damaligen Pfarrer Theodor Woltery.

„Schon bei der ersten Mitgliederversammlung trafen sich 70 Frauen“, wusste Herff. Die erste Vorsitzende im Jahre 1968 hieß Josefine Schaaf, dann folgten 1977 Trudi Helf, 1992 Gerta Reuschen, 1996 Johanna Wagemann und 2008 Paula Herff. „Für die Zukunft“, mahnte die Vorsitzende, „müssen wir Veränderungen wagen, um unsere Gemeinschaft weiterzuentwickeln!“

Christa Nickels, Parlamentarische Staatssekretärin a. D., die für das Jubiläum die Schirmherrschaft übernommen hatte und selbst seit vielen Jahren aktives Mitglied ist, konstatierte: „Unsere katholische Kirche wäre ohne den Einsatz der Frauen nicht denkbar!“ Diese „Glaubensbotinnen“ seien Teil der deutschlandweiten kfd mit über 500.000 Mitgliedern und maßgeblich an der Einführung der Mütterrente beteiligt gewesen. Auch träten sie engagiert für das Diakonat der Frau ein.

„Es wird höchste Zeit, dass unsere Kirche endlich der Stimme der Frauen Wertschätzung und Gehör entgegenbringt“, schloss sie kämpferisch und bescheinigte dem „echten Powerpaket unserer Gemeinde“ ein „großes Herz, Lebenslust und Dankbarkeit“.

Auch Brigitte Lüttgens dankte als Vorsitzende des Pfarreirates wie auch im Namen von Heinz Bosten, zweiter Vorsitzender des Kirchenvorstandes, für die weitreichende Hilfe, beispielsweise bei den Wallfahrten zum Birgelener Pützchen. Ortsvorsteher Friedhelm Thelen überbrachte dazu Grüße aus der Bevölkerung und hob besonders die umfangreiche Präsentation der Frauen beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hervor.

Bürgermeister Georg Schmitz würdigte ebenso die „immens wichtige Tätigkeit der kfd“ und bekräftigte: „Ich drücke den Damen die Daumen für die Zukunft!“

Im Gegensatz zu den teils längeren Reden fasste Elsbeth Jansen aus Geilenkirchen ihr Lob über die Frauengemeinschaft kurz und knapp in drei bewundernden Worten zusammen: „Eine tolle Truppe!“

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