Katholische Frauen stehen vor dem Aus

Von: mabie
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Freude bei den Kindern des „Tigerentenhauses”, gemischte Gefühle bei den Damen: Denn die kfd Marienberg hört Ende des Jahres auf, zu existieren. Doch die verbliebenen Gelder gehen an den Nachwuchs. Foto: Bienwald

Übach-Palenberg/Marienberg. Die schlechte Nachricht vorweg: Ab dem 1. Januar 2010 wird es keine Katholische Frauengemeinschaft (kfd) in Marienberg mehr geben. „Wir sind überaltert und finden einfach keine jüngeren Nachfolger mehr”, beschreibt Vorsitzende Resi Bauer die Situation.

„Vor 30 Jahren waren es noch 120 Frauen”, erinnert sich auch ihre Amtsvorgängerin Margarete Raimann, „aber wir sind mit über 70 mittlerweile die Jüngsten”. Das Ende ihrer Frauengemeinschaft, die ihnen immer eine Herzensangelegenheit war und für die vor allem die Vorstandsmannschaft immer viel Zeit und Engagement investierte, lag schon seit zwei bis drei Jahren in der Luft.

„Es geht aber nicht mehr, ich habe es über 40 Jahre lang gemacht, jetzt ist Schluss”, zieht Resi Bauer einen Schlussstrich. Doch wohin mit dem Vermächtnis, wenn sich die Frauen jetzt „nur noch” in privaten Kreisen treffen? Für die Frauen stand fest: das Geld des Vereins muss in Marienberg bleiben. Die Wahl fiel dabei auf die Kinder des „Tigerentenhauses”, des Kindergartens in der Hügelstraße.

Dort gibt es die so genannten „Mittagskinder”, die mittags auch ein Essen bekommen. Für sie spenden die Damen ihren gesamten Kassenbestand, den sie zuvor auf 1000 Euro aufgerundet haben. Angelika Wever, Leiterin des „Tigerentenhauses”, freute sich sehr über die Spende. „Wir haben nämlich Familien, die sich den nötigen Zuschuss zum Mittagessen gar nicht leisten können”, sagt sie.

Zudem werden, wo möglich, noch Materialien für die „Mittagskinder” von der Spende besorgt. So hinterlassen die Damen nicht nur ein Loch in der Marienberger Vereinslandschaft, sondern treten jetzt mit dem guten Gefühl, etwas für den Nachwuchs im Ort getan zu haben, von der Bühne der kfd ab.
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