Karnevalsbeginn im schillernden Glitterregen

Von: Markus Bienwald
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Für das Prinzenpaar Roland I. und Anke I. (Schulz) war die Kappensitzung in Immendorf natürlich ein echtes Heimspiel. Foto: Markus Bienwald
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Die Kleine Garde der KG „Lott se loope“ Immenwauweiler brachte Spaß und Schwung auf die Bühne im Saal Werden-Pongs. Foto: Markus Bienwald
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Ein kleiner Knall und ganz viel Glitter eröffneten die Kappensitzung in Immendorf. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Alles andere als gewöhnlich sind die Karnevalsveranstaltungen der Karnevalsgesellschaft (KG) „Lott se loope“ Immenwauweiler. Da ist zum einen dieser Name, der sich aus den drei Ortslagen Immendorf, Waurichen und Apweiler zusammensetzt. Da ist auch die ungewöhnliche Startzeit der Kappensitzung am Samstag, die mit 19.28 Uhr eine Erinnerung ans Gründungsjahr darstellt.

Und da ist natürlich auch noch der Beiname „Lott se loope“, der aus der Geschichte stammt und die eher resignierende Freigabe des karnevalistischen Treibens in der jecken Drei-Dörfer-Gemeinschaft meint.

Was passiert, wenn sie laufen gelassen werden, das durften die Besucher im knackvollen Saal Werden-Pongs in Immendorf unter Leitung von Präsident Norbert Hermanns erleben, denn hier war bei der Kappensitzung mit natürlich pünktlichem Sitzungsbeginn die Hölle los. Durch die Menge durfte aber nicht nur die Chefetage der KG surfen, auch das Trommlercorps Immendorf durfte einen musikalischen Triumphmarsch durch die Menge einleiten. Der begann genau sieben Minuten nach Sitzungsbeginn durch den symbolischen Kanonenschuss und viel Glitter, der den Boden für das amtierende Prinzenpaar ebnete.

Schmuckes Regentenpaar

Denn mit dem schmucken Prinzen Roland I. und seiner schönen Prinzessin Anke I. (Schulz) hatte die KG ein jeckes Regentenpaar in den eigenen Reihen, das den Karneval richtig zelebrierte. Sie genossen sichtlich „ihren“ großen Abend, ließen sich die Darbietungen von kleiner und großer Garde gefallen und klatschten dem jungen Tanzmariechen Mia (Komaristy) viel Beifall.

Was Elferrat und Vorstand dann für den weiteren Verlauf des vielstündigen Programms eingeplant hatten, sorgte für viele närrische Raketen in der schunkelnden Narrhalla: So brachte die Musikshow der „Kölschen Adler“ gleich zum Anfang richtig Stimmung auf die Bühne. Was eine „fast perfekte Frau“ so alles treibt, ließ im Anschluss Büttenrednerin Monika Schraudy wissen. Ihr Auftritt war zwar etwas kürzer, dafür wirkten ihre Späße noch ganz lange nach.

Dass die Prinzessin in ihrer karnevalsfreien Zeit beruflich im Geilenkirchener St. Elisabeth-Krankenhaus anzutreffen ist, ließen sich die Karnevalisten natürlich nicht entgehen. So durfte nach dem Tanz von Mariechen Anna Jansen ein lustiger Sketch mit dem vielsagenden Titel „Das Krankenhaus am Rande der Wurm“ nicht fehlen.

Tanzen mit „platten Füßen“

Dass dem Namen nach platte Füße auch zum schwungvollen Showtanz mit ausgefeilter Choreographie antreten können, zeigten ein wenig später die „Plattfööss“. Und wer dachte, dass karnevalistisches Talent sich nur im Tanz äußern kann, hatte Michael Jansen und Heike Hermanns mit ihrem Zwiegespräch „Ene Opjerechte“ noch nicht erlebt.

Mit dem Komitee Geilenkirchener Karnevalsgesellschaften (KGKG) und dem Stadtprinzenpaar Julian I. (Krückel) und Saskia I. (Hurtmann) vom Geilenkirchener Karnevalsverein (GKV) an der Spitze waren auch die vielen Gäste in Sachen Regentschaft gut aufgestellt.

Mit den haarsträubend komischen Redebeiträgen von Gisbert Fleumes, der Prinzengarde, Showtänzen von „Celebration“ und dem geliebten Männerballett sowie der Band „Hätzblatt“ wurde das närrische Treiben an diesem wunderbar jecken Abend in Immendorf dann erstmal beschlossen.

Doch die nächsten Karnevalshöhepunkte mit Kindersitzung und Festzug kommen ja noch in die drei jecken Dörfer.

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