Kanadische Einheit spendet Möbel für Asylbewerber

Von: Georg Schmitz
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Bürgermeister Thomas Fiedler freut sich über die Möbelstücke der Kanadier, die er jetzt Asylbewerbern zur Verfügung stellen kann. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Das ist ein Teil unserer Willkommenskultur“, sagt Bürgermeister Thomas Fiedler mit Blick auf eine große Menge von Mobiliar, das in diesem Moment verladen wird. Die Möbel stammen aus Wohnungseinrichtungen und sind für Flüchtlinge bestimmt, die der Stadt Geilenkirchen zugewiesen werden.

Die Schränke, Kommoden, Betten, Tische und Stühle sowie weitere Kleinmöbel umfassen ein halbes Dutzend Lkw-Ladungen und waren vorübergehend in Garagen der kanadischen Streitkräfte in der Selfkantkaserne untergebracht.

Der Kommandeur der kanadischen Unterstützungseinheit Europa, Oberstleutnant Patrick Feuerherm, und Thomas Fiedler packen kräftig mit an, als es heißt, die gut erhaltenen Möbel in bereitstehende Transporter zu verladen. Das Mobiliar stammt aus den Appartements von sechs kanadischen Familien, die bis vor wenigen Monaten in einem Haus im Fliederweg ihr Zuhause hatten und jetzt in ihre Heimat zurückgekehrt sind.

„Patrick Feuerherm ist an uns herangetreten und hat gefragt, ob wir Verwendung für die Sachen haben“, erklärt der Bürgermeister. Die Stadt Geilenkirchen nahm die Möbel dankbar an und stellt sie nun für Flüchtlingswohnungen zur Verfügung. Überhaupt lobt Fiedler die Kanadier als immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Unterstützung fand Thomas Fiedler beim Malteser Hilfsdienst, dessen Mitglieder feste mit anpackten. Daneben griffen auch viele Kandier und Caritas-Mitarbeiter zu und verluden die Möbel. „Wir haben vorher den Bedarf ermittelt und festgestellt, dass Großmöbel für die kleinen Räume der Flüchtlingswohnungen nicht geeignet sind“, sagt der Bürgermeister.

So stand auch ein Lkw für die Caritas bereit, die Verwendung für Couches, Doppelbetten und große Schränke hat.

Aber auch Peter Rodenbücher hat bei der Zuteilung des Mobiliars ein Wörtchen mitzureden. Rodenbücher hat bis 2014 bei den Briten in Rheindahlen gearbeitet und sich dann bei der Stadt Geilenkirchen beworben. Jetzt ist er der Hausmeister für Asylbewerber und Obdachlose und weiß genau, wo Möbel benötigt werden.

So werden die guten Stücke demnächst in einer Wohnung im Süggerather Limitenweg, in der Bauchemer Flurstraße, in der Fliegerhorstsiedlung oder der alten Schule in Grotenrath stehen. Massive Eichenbetten und -schränke zählten zu geschenkten Möbelstücken. „Das ist echte deutsche Eiche, die wir auch nach Kanada exportiert haben“, bemerkt Patrick Feuerherm beim Anblick.

Doch zunächst einmal wurde das Material zum alten Feuerwehrhaus Niederheid gebracht und dort deponiert. Von hier aus wird es schnellstmöglich den Flüchtlingsfamilien zugeteilt.

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