Kammermusik: Internationale Spitze in Zweibrüggen

Von: mabie
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Die jungen Nachwuchsmusiker der Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg werden das kommende Benefizkonzert im Schloss Zweibrüggen musikalisch gestalten. Foto: Markus Bienwald
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Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Hanns-Paul Jouck und Vorsitzender Hans Krupp (v.l.) freuen sich auf die bevorstehende 42. Konzertreihe der Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald
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Gitarren-Virtuose Hermann Basten wird im Februar in seine Heimatstadt Übach-Palenberg kommen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Längst ist der Verein „Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg“ nicht nur im Schloss Zweibrüggen angekommen. Denn dort fanden seit der Premiere vor drei Jahren schon 18 so genannte Schlosskonzerte statt.

Vielmehr gehören die rührigen Damen und Herren um den Vorsitzenden Hans Krupp und den Motor Hanns-Paul Jouck mit weit über 220 Konzerten seit den Anfängen in den 1970er Jahren zu den Höhepunkten im Kulturkalender nicht nur der Stadt Übach-Palenberg. Grund genug für Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, selbst Mitglied des Vereins, die mittlerweile 42. Auflage der Konzertreihe im Rathauses vorzustellen.

Bei Schokolade, Kaffee und Wasser freute er sich über das Engagement der Freunde der Kammermusik, immer wieder neue hochkarätige Programmpunkte in die Stadt zu holen. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir eine so hochwertige Qualität in einer vergleichsweise kleinen Stadt bekommen“, meint Wolfgang Jungnitsch. So wird beispielsweise am Sonntag, 17. November, der berühmte Pianist William Youn zu einem Meisterkonzert mit Werken von Mozart, Schumann und Liszt einladen.

„William Youn war schon im vorigen Jahr als Teil eines überaus begeisternden Trios zu Gast bei uns im Schloss“, erinnert sich Hanns-Paul Jouck gerne zurück. Damals habe er erstmals im Schloss erlebt, dass der Flügel voll geöffnet wurde und dennoch ein Konzert mit atemberaubender Dynamik erlebt, das über alle Zweifel erhaben war.

Den Auftakt der neuen Reihe macht aber das Querflötentrio „Trio Soli Sono“, das in der Besetzung Natalie Becker (Flöte, Altflöte), Johanna Daska (Flöte, Altflöte) und Olaf Futyma (Flöte, Bassflöte) Werke unter anderem von Haydn, Quantz, Bach und Daske spielen wird. Sie sind am Sonntag, 15. September, zu Gast.

Ein „absolutes Highlight“, da sind sich alle Beteiligten sicher, wird auch das an zwei Terminen erlebbare Gastspiel von „Tres con Barrena“ sein. Neben Flötist Hermann Basten, Fiddler Friedrich Jouck und Frank Ollertz an Piano und Cajun wird sich der erste Kulturpreisträger der Stadt Übach-Palenberg, Prof. Reinhold Bohrer, mit seiner Gitarre in das Quartett einreihen. „Dieses Konzert ist schon jetzt so stark nachgefragt, dass wir von vornherein zwei Termine anbieten“, betont Hans Krupp, der sich gemeinsam mit den Vereinskollegen schon auf Samstag, 15. Februar 2014, und den darauffolgenden Sonntag freut.

Beim Start „ausverkauft“

Platz scheint auch das einzige Problem zu sein, das die Freunde der Kammermusik in Übach-Palenberg derzeit haben. Nach dem Ende der langen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Marienberger Hütte der Begegnung als Konzertplatz waren sie froh, im Schloss ein neues musikalisches Zuhause für ihre Konzerte gefunden zu haben. „Dort gibt es aber nur 120 Plätze, so dass wir manchmal die verrückte Situation haben, beim Plakataufhängen für das nächste Konzert gleich ‚ausverkauft‘ darauf schreiben zu müssen“, freut sich Hans Krupp dennoch über den riesigen Zuspruch der Konzertreihen.

Dazu sitzen mit dem Versorgungsunternehmen EWV und der Kreissparkasse Heinsberg noch zwei Sponsoren im Boot, die zum einen helfen, die Eintrittspreise moderat zu halten. „Zehn Euro kostet der Eintritt, für sieben Euro gibt es die ermäßigte Karte, und Kinder bis 14 Jahre haben grundsätzlich freien Einlass“, unterstreicht Krupp. Zum anderen ist den Sponsoren aber auch zu verdanken, dass internationale Spitzenkünstler wie William Youn, die sonst eine bis zu fünfstellige Gage verlangen können, überhaupt nach Übach-Palenberg kommen. „Außerdem können wir aus einem Pool von rund 250 Musikern auswählen und unsere Konzertreihen immer wieder neu ordnen“, ergänzt Hanns-Paul Jouck.

Ersatz für Ausfälle

So können die Freunde der Kammermusik, wie schon geschehen, auch mal schnell Ersatz für ausgefallene Künstler finden, ohne bei der Qualität der Darbietung Abstriche machen zu müssen. „Die Vielfalt ist da. Wir haben in der kommenden Konzertreihe Jazz, Folklore, Klassik und mittelalterliche Musik“, ist Hanns-Paul Jouck hochzufrieden.

Das wie immer stattfindende Benefizkonzert, dieses Mal auf den 6. April 2014 datiert, wird mit jungen Musikern bestückt und ist wahrscheinlich als Uraufführung eines gerade erst komponierten Stückes zu erleben. Den Abschluss bildet die Amsterdamer Gruppe „Goet Ende Fyn“, die sich, dann als Konzert in Zusammenarbeit mit der Anton-Heinen-Volkshochschule (VHS) des Kreises Heinsberg, Liedern und Tanzmusik ab dem Mittelalter auf historischen Instrumenten verschrieben haben. „Dann müssen wir die vielen In­strumente sicherlich kurz im Trauzimmer zwischenlagern“, scherzt Hans Krupp, der sich schon jetzt auf alle der kommenden fünf Konzerte freut.

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