Kalter Asphalt gegen Frostlöcher

Von: Georg Schmitz
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Derzeit sind die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Geilenkirchen, wie hier in der Haihoverstraße, mit der Beseitigung von Frostschäden in der Fahrbahndecke beschäftigt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die lange Winterperiode hat auch auf Straßen und Wegen in Geilenkirchen ihre Spuren hinterlassen. Der Frost hat richtig „zugeschlagen” und zeigt sich zumeist in Form von Löchern und Rissen in den Straßenbelägen.

„Nässe dringt in feine Risse oder kleine Löcher, das Wasser gefriert. Dadurch dehnt sich das Wasser aus und hebt den Untergrund hoch, wodurch dann der Asphalt bröckelt”, erklärt Hans-Josef Bröhl die physikalischen Zusammenhänge der Schäden.

Die Löcher verteilen sich über das ganze Stadtgebiet und werden die Mitarbeiter des Bauhofes wohl noch in einigen Wochen beschäftigen. Hans-Josef Bröhl, Leiter des Tiefbauamtes der Stadt Geilenkirchen, steht vor einer schwierigen Situation. „Täglich werden Schäden gemeldet. Oder wir stellen sie selbst fest”, schildert er das Zusammenkommen der Reparaturliste.

Das Problem ergebe sich meist nicht bei neueren Straßen, die bereits mit frostsicherem Untergrund versehen sind. Viele Beschwerden über die Löcher erreichen den zentralen Rechner der Stadt mittlerweile via Internet, werden dann an das Tiefbauamt als zuständige Abteilung weiter geleitet und landen bei Hans-Josef Bröhl auf dem Tisch.

„Wenn jemand anruft oder uns eine Mitteilung schickt, wird von uns überprüft, ob die betreffende Stelle instand gesetzt werden muss”, erklärt der Fachmann den Weg. Dann werde der städtische Bauhof in Kenntnis gesetzt, und die Mitarbeiter treten in Aktion.

Seit Tagen sind die Männer vom Bauhof nun schon unterwegs, um Frostschäden zu beseitigen. Bei 166,9 Kilometer städtischen Straßen, 32 km städtischen Gemeindeverbindungswegen sowie 373 Kilometer Wirtschaftswegen, davon 110 Kilometer asphaltiert, steht eine Menge Arbeit an.

Kosten völlig offen

Die Schlaglöcher werden jetzt üblicherweise mit Kaltasphalt geflickt. Der hat den Vorteil, dass er im weichen Zustand in Eimern und Tüten geliefert wird und auch während eines längeren Transportes nicht aushärtet. Heißasphalt hingegen bedarf einer schnellen Verarbeitung und wird hauptsächlich bei den neuen Trassen oder großflächigen Maßnahmen verwendet.

Auch Gehwege sind von Frostschäden betroffen, dann heben sich die Platten oder Steine, bilden tückische Kanten. Auf Geilenkirchen, wie auch auf andere Kommunen im Kreis, kommen als Folge solcher Winterschäden hohe Kosten zu, die derzeit gar nicht exakt zu beziffern sind. Für die Stadt Geilenkirchen dürften die Aufwendungen jedoch „im mittleren fünfstelligen Bereich” liegen.
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