Geilenkirchen-Teveren - „Kaiser Franz” im Heidestadion

„Kaiser Franz” im Heidestadion

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Hans-Josef Paulus (l.) begrüßt Franz Beckenbauer (M.) in Teveren, daneben Karl-Heinz Rummenigge. Repro: agsb

Geilenkirchen-Teveren. Als neuer Coach wurde Mitte der 80er Jahre mit Gerd Daun ein junger Trainer verpflichtet, der die spätere Geschichte der Germania kräftig mitschrieb. In der Spielzeit 1985/86 schaffte Germania den Klassenerhalt in der Landesliga.

1989/90 gelang der Aufstieg rechtzeitig zum 80-jährigen Bestehen. Mit einem Sieg von 2:1 beim SV 09 Scherpenseel-Grotenrath wurde bereits am 29. Spieltag der Grundstein zum Landesligaaufstieg gelegt, das Sportjahr 1990 steht für den sportlichen Beginn des blau-gelben Wunders aus dem Heidedorf.

Wobei 1990 kein normales Fußballerjahr werden sollte: Ein Aprilscherz machte die Runde. „Im Heidestadion kommt es zur Neuauflage des Weltmeisterschaftsendspieles von 1974 zwischen Deutschland und den Niederlanden, und Kaiser Franz Beckenbauer kommt nach Teveren”, so das Gerücht.

Vorsitzender Hans Josef Paulus war zu Gast bei einer Fußball-Benefizgala in Dresden. Beim Bankett wurde über dies und jenes geflachst, Paulus hatte eine Vision: eine Neuauflage des WM-Endspieles von 1974 zwischen Deutschland und der Niederlande in Teveren. Wobei diese Idee dann mehr wurde als nur eine Idee, die ersten Gespräche weckten nicht nur bei den deutschen Spielern Interesse.

Auf niederländischer Seite waren die Gebrüder René und Willi van der Kerkhof die Ansprechpartner, auf einmal kam der Anruf: „Alles okay, das Spiel geht über die Bühne”. Im Mai überschlugen sich die Pressemeldungen, aus der Schnapsidee wurde richtiger Heidesekt. „Kaiser Franz schnürt die Fußballschuhe im Heidestation” hießen die Schlagzeilen und die Presse hatte ihr Thema für ihr Sommerloch. „Kommt auch König Johann Cruyff?” hinterfragte die niederländische Presse. Dieses Superspiel wurde auf den 11. August terminiert.

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