Jura-Studium? Medizin? Oder eine Lehre?

Von: Renate Kolodzey
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Die Personalleiter Frank Derichs von „Solent“ und Leo Bergstein von „Bonback“ (2. und 3. v. l.) stellten ihre Firmen vor und hatten mitgebracht, was sie produzieren. Das durften die Schüler auch mitnehmen. Foto: Renate Kolodzey
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Thorsten Pracht, Redakteur unserer Zeitung, stellte den Schüler den Beruf des Journalisten vor. Foto: Renate Kolodzey

Übach-Palenberg. „34 Referenten sind heute hier bei unserem zweiten Studien- und Berufs-Orientierungstag, den wir in Zusammenarbeit mit der Willy-Brandt-Gesamtschule veranstalten“, freute sich Dr. Renate Schwab, stellvertretende Schulleiterin des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG), bei der Begrüßungsrede im Pädagogischen Zentrum (PZ).

522 freie Ausbildungsplätze

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch schloss sich an und hob hervor: „In Bildung zu investieren, ist das Beste, was wir tun können.“ Sie zahle sich aus für den Einzelnen, für die Unternehmen und die Gesellschaft. Er betonte, dass Bildung gerade bei den vielen Krisenherden auf der Welt immens wichtig sei, damit man kritische Situationen nicht mit Gewalt löse.

Dipl.-Ing. Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, meldete sich in seiner Funktion als Sprecher für 75.000 Unternehmen dieser Region zu Wort und machte auf die hervorragenden Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort aufmerksam, darunter renommierte Hochschulen wie die RWTH und FH Aachen sowie weltweit bekannte Firmen wie Neuman & Esser, Schlafhorst oder Lindt & Sprüngli.

„Die IHK bietet online eine Lehrstellenbörse an“, fuhr Bayer fort. Aktuell gebe es im 20-Kilometer-Radius von Übach-Palenberg 522 freie Ausbildungsplätze.

Die Beratung und Betreuung von Ausbildungssuchenden im kaufmännischen und gewerblichen Bereich gehöre zu den Kernaufgaben der IHK, bekräftigte der Gast aus Aachen.

Nun ging es zum CMG, wo pro Klasse jeweils einer der 34 Referenten auf die wissensdurstigen Oberstufenschüler des CMG sowie die Klasse 11 der Willy-Brandt-Gesamtschule wartete, um die Einrichtungen vorzustellen. Jura-Studium in Köln? Physik an der RWTH Aachen? Medizin bei der Bundeswehr? Journalist oder Lehrer werden oder lieber eine duale Ausbildung im öffentlichen Dienst machen? Vielleicht ins Ausland an die Maastricht University oder eine Lehre bei der Bauunternehmung Dohmen oder der Schokoladenfabrik Solent beginnen?

Ausbildung bei der Bundeswehr

Alle Referenten stellten ihre Einrichtungen ausführlich vor und beantworteten gerne die Fragen der Schüler. So erklärte Michael Bewerunge, Personaloffizier der Bundeswehr, dass man in Heer, Luftwaffe, Marine, im Sanitätsdienst und Cyber-Informationsraum vielfältige Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten habe, die alle „durchlässig“ seien, so könne man beispielsweise in der Verwaltung und später im Sanitätsdienst arbeiten.

Duales Studium

Monika Fuchs, Agentur für Arbeit, stellte das dreijährige „Duale Studium“ im öffentlichen Dienst vor, bei dem man gute Berufsaussichten habe, denn in aller Regel werde man nach der Ausbildung übernommen.

Jede Behörde habe ihre eigene Hochschule, etwa Polizei, Zoll oder Kommunalverwaltung.

Über das Lehramtsstudium der Sekundarstufen I und II referierte Monika Noel, Studienseminar Jülich, und betonte, dass man schon mit dem Bachelor-Abschluss im gesamten Bildungs- und Sozialsektor sowie in der Kinder- und Jugendarbeit an Schulen tätig sein könne.

Den Master-Titel erlange man nach weiteren zwei Jahren, er schließe ein fünfmonatiges Praktikum ein, in dem man bereits unterrichte.

Thorsten Pracht, Redakteur unserer Zeitung, verstand es, die Jugendlichen für den Journalismus zu begeistern: Die deutsche Medienwelt habe viele Angebote, daher sei dies ein zukunftsträchtiger Berufszweig mit viel Freiheit. Um Redakteur zu werden, benötige man ein abgeschlossenes Studium. Interessierte könnten sich jedoch schon jetzt in der Lokalredaktion melden, um sich als freie Mitarbeiter zu bewerben und so in den Beruf hineinschnuppern.

Die Schokoladenfabrik „Solent“ und der Brothersteller „Bonback“ verführten die Jugendlichen mit Schokolade und Nüssen zu „süßen“ Ausbildungsplätzen und warben mit übertariflicher Bezahlung. Hingegen lockte die „Maastricht University“ mit Studienplätzen ohne Numerus Clausus, auch in Medizin und Psycholgie – allerdings auf Englisch. Summa summarum zeigten allseits positive Äußerungen der Schüler, dass ihnen die Referenten wichtige Hilfestellungen für den Weg nach dem Abitur geben konnten.

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