Geilenkirchen - Junggesellenverein: Aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken

Junggesellenverein: Aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken

Von: Markus Bienwald
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Die Offiziellen bei der Maikirmes des Junggesellenvereins Beeck, Gründer Johannes Henßen, Vorsitzender Marc Hellenbrand, Schirmherr und Bürgermeister Georg Schmitz, Maikaiser Leo Claßen und Maikönig Frank Odinius (v.l.) freuten sich über eine gelungene 50-Jahr-Feier.
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Trotz des teils starken Regens genoss das Maikönigspaar in Beeck – Lena Esser und Frank Odinius – das schöne Gefühl, der strahlende Mittelpunkt eines bunten Festzuges zu sein. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Marc Hellenbrand war sicherlich einer derjenigen, der die teils heftigen Regengüsse als besonders schade empfand. „Das haben wir so nicht verdient“, meinte er als Vorsitzender des Junggesellenvereins Beeck am Rande der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen. Das Wetter war so ziemlich das Einzige, das das Organisationsteam nicht vorher minuziös vorbereitet hatte.

Trotzdem zahlte sich die viele ehrenamtliche Arbeit aus, denn schon bei der „Beecker Rocknacht“ mit den Bands „grillTTill“, „Masterones“ und „Take it or Leave it“ war in der Bürgerhalle am Gemeindeberg richtig was los.Endgültig voll war es dann am Samstagabend, als der Königsball mit der Band „Fahrerflucht“ anstand. „Selten dürften so viele Gäste da gewesen sein“, freute sich Marc Hellenbrand. Das galt auch für den Festsonntag. Denn trotz des auf- und durchziehenden Regenbandes zeigte sich das einstige „Golddorf“ Beeck von seiner besten Seite.

Dem Maikönigspaar Lena Esser und Frank Odinius flogen nicht nur die Herzen der beteiligten Vereine zu. Mit weißen Schirmen bestens vor der nassen Witterung geschützt, zogen die Junggesellen durch den Ort. Mit der Musik des Spielmannszugs Prummern, des Trommler- und Pfeiferkorps Beeck und des Musikkorps Süggerath wurde der Festzug zur kurzweiligen Angelegenheit. Auch die befreundeten Junggesellenvereine aus Rurich und Körrenzig sowie die St.-Gereon-Schützenbruderschaft aus Würm freuten sich über so attraktive Begleitung beim Zug durch den Ort.

Zurück in der Bürgerhalle waren bei der anschließenden Cafeteria die Schuhe und die Kleider aber schnell getrocknet, und der kurzweilige Festabend wurde zu einem echten Genuss. Das galt insbesondere für die gut 110 angereisten ehemaligen Majestäten des Junggesellenvereins. „Einige sind dabei, die waren seit Jahrzehnten nicht mehr in Beeck, die freuten sich natürlich ganz besonders auf das Wiedersehen unter Freunden“, so Hellenbrand. Freuen durfte sich auch Schirmherr und Bürgermeister Georg Schmitz, der die Junggesellen schon aus seiner früheren beruflichen Tätigkeit als Reporter kennt. „Es hat mir immer viel Freude bereitet, den starken Typen beim Aufstellen des mehrere Zentner schweren Maibaums zuzuschauen“, erinnerte er sich.

Dass die Junggesellen mit dem gemeinsam errichteten und von der CDU im Ort und verschiedenen anderen Helfern finanzierten neuen Baum nun einen weiteren Blickfang haben, das freute auch Ortsvorsteher Hans-Josef Benend. „Die Bürger können stolz darauf sein, einen so aktiven Verein im Dorf zu haben“, sagte Benend, selbst „inaktiver“ Junggeselle, wie in Beeck die verheirateten Mitglieder heißen. So organisiert der Verein nicht nur die Maikirmes, sondern ist auch bei anderen Festen ein nicht wegzudenkender Bestandteil des Vereinslebens. Dass dies auch in früheren Jahren der Fall war, davon sprachen Maikaiser Leo Claßen, dem es als einzigem Mitglied gelang, drei Mal Maikönig zu werden, und Gründer Johannes Henßen.

Während Claßen sich an zwei, drei wirklich denkwürdige Anekdoten zurückerinnerte, machte Henßen einen gedanklichen Schritt zurück in die Gründertage. Zwar gab er zu, nie selbst das Bierfassrollen durch das halbe Dorf mitgemacht zu haben. Aber er betonte, dass der Junggesellenverein nicht nur gegründet wurde, um das Maifest zu feiern. „Wir wollten das ganze Jahr etwas für die Bevölkerung machen.“

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