Junge Tierschützer werden zu Paten

Von: defi
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Der Tierschutznachwuchs der Er
Der Tierschutznachwuchs der Erkelenzer Pestalozzischule bombadierte die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Bianca Mai (vorne rechts), im Tierheim mit seinen Fragen. Foto: defi

Heinsberg-Kirchhoven. Jacqueline: „Und wo bekommen Sie das ganze Geld her?” Bianca Mai zieht eine Augenbraue hoch und gesteht: „Das ist eine sehr gute Frage.” Jacqueline gehört zu TieNa, und hinter TieNa steckt der Tierschutznachwuchs der Pestalozzischule Erkelenz. Die neun Schülerinnen und Schüler besuchten das Tierheim in Kirchhoven, das der Tierschutzverein für den Kreis Heinsberg unterhält.

Bianca Mai ist die Vorsitzende des Tierschutzvereins und zeigte dem Tierschutznachwuchs, wie die Tiere leben, die weder Frauchen noch Herrchen haben.

Die Schüler waren nicht mit leeren Händen gekommen. Sie brachten als Spende an das Tierheim eine große Menge Tierfutter mit. Die 80 Katzen und 40 Hunde, die im Tierheim auf eine neue Familie warten, verputzen im Monat 1000 Dosen Katzenfutter und je nachdem, ob gerade der Dobermann oder der Zwergpinscher in der Überzahl ist, zwischen 300 und 400 Kilo Hundefutter.

Da ist die Frage von Jacqueline nach dem Geld fürs Futter schon angebracht. Bianca Mai: „Es ist jeden Monat eine neue Herausforderung, alle Tiere satt zu kriegen.”

Es sei ein privates Tierheim, das zwar von den Kommunen des Kreises Heinsberg einen Tagessatz für die Tiere bekomme, die in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ausgesetzt worden seien, doch dieser Betrag reiche nicht aus, für die im Monat anfallenden Kosten, erklärte Bianca Mai den Kindern. Die mitgebrachte Futterspende wird bis Weihnachten verfuttert sein.

Und so hatten die Schüler der Pestalozzischule in Erkelenz, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, auch schon die nächste Frage auf dem vollgeschrieben Zettel stehen: „Wie können wir Sie weiter unterstützen?” Bianca Mai: „Geld ist natürlich immer ein Thema. Es ist schließlich ein altes Tierheim. Und ihr ward schon eine ganz große Hilfe. Vielleicht habt ihr ja Lust, bei unserem Tag der offenen Tür im Mai kommenden Jahres mitzumachen.”

TieNa war an der Pestalozzischule erst vor zwei Monaten gegründet worden und hatte in kurzer Zeit einiges auf die Beine gestellt. Geld hatten die Schüler über Spendenaufrufe an der Schule und durch den Verkauf gebastelter Namensarmbänder und selbst gebrannter Mandeln auf dem Weihnachtsmarkt der Schule gesammelt.

Zusammen mit ihren Lehrerinnen Sabine Göbel und Kerstin Worbs haben die Schüler weitere Pläne geschmiedet. Sie möchten Tierschutzexperten werden. Dazu recherchierten sie im Internet, beteiligten sich an einer Unterschriftenaktion gegen Stachelhalsbänder bei Hunden und planen als großes Zukunftsprojekt eine Tierschutzbörse an ihrer Schule, an der alle Organisationen teilnehmen können, die sich im Kreis Heinsberg um den Tierschutz bemühen.

Ihre Erfahrungen im Tierheim an der Stapperstraße in Heinsberg werden die Schüler sicherlich motivieren, sich weiterhin für den Tierschutz stark zu machen. Schülerin Leslie hatten es die beiden Huskies angetan, die seit einigen Wochen im Tierheim leben. Kiara und Gyser heißen die beiden, die von einem amerikanischen Soldaten, der nach Hawaii versetzt wurde, schweren Herzens im Tierheim abgegeben worden waren. Kiara ist blind und Gyser auch nicht mehr der Jüngste.

Da beide ohne einander nicht klar kommen, sind die beiden Hunde nur im Doppelpack zu vermitteln. Bianca Mai: „Es wäre schön, wenn die beiden woanders als hier im Tierheim sein könnten. Auch die blinde Kiara lebt richtig auf, buddelt in der Erde, wenn sie hier mal raus kommt.” Bis zur Vermittlung hat TieNa eine mit einer finanziellen Unterstützung verbundene Patenschaft für die beiden Huskies übernommen. Neue Heizung für die Tiere dringend nötig

Es sei ein altes Tierheim, hatte Bianca Mai den TieNas erklärt. Alt ist auch die Heizung, die dringend ausgetauscht werden muss. Der Vorstand würde sich gerne der Herausforderung stellen, ein zukunftsorientiertes Heizsystem , das mit nachwachsenden Energien arbeitet, zu realisieren, auch wenn es für solch ein großes Projekt gilt, große finanzielle Hürden zu meistern. Bianca Mai: „Tier-und Umweltschutz liegen sehr nah beieinander und die Zukunft beider wäre es uns wert!”
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