Geilenkirchen/Linnich - Junge Studenten absolvieren „Freshman Jahr”

Junge Studenten absolvieren „Freshman Jahr”

Von: Georg Schmitz
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Die Begegnung mit der ganz neuen Art hatten die chinesischen Studenten. Zusammen mit Bürgermeister Thomas Fiedler (sitzend) und Prof. Hermann-Josef Buchkremer empfingen sie den Nikolaus bei der Feier im Loherhof. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Linnich. Täglich sind die jungen Studenten aus Asien und dem Nahen Osten in Geilenkirchen und Linnich zu sehen. Und es kann sicherlich als Glücksfall bezeichnet werden, dass es Prof. Hermann-Josef Buchkremer im Jahre 2000 gelungen ist, die Voraussetzungen für das so genannte „Freshman Jahr” zu schaffen.

Die zumeist zwischen 18 und 20 Jahre alten Menschen aus China, Vietnam, Thailand, Indonesien, Singapur, Syrien, der Türkei, dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten bereichern das kulturelle Miteinander in den beiden Kommunen und gesellen sich besonders in einer von Internationalität geprägten Stadt wie Geilenkirchen zu den bereits zahlreich vertretenen Mitbürgern aus 16 Nato-Staaten und Menschen mit Migrationenhintergrund.

Der frühere Rektor der Fachhochschule Aachen-Jülich, Prof. Hermann-Josef Buchkremer, holte seinerzeit die an einem Studium für Maschinenbau, Chemie, Physik und Mathematik interessierten Menschen aus China in die Region. „Die deutsche Ingenieurausbildung ist für viele Studenten aus diesen Ländern mit Abstand die begehrteste”, hatte Buchkremer damals gesagt.

Bevor die derzeit 288 jungen Frauen und Männer aber das eigentliche Studium angehen können, müssen sie ein Vorbereitungsjahr in Geilenkirchen und Linnich absolvieren. 144 Studenten haben während ihres „Freshman Jahres” im Loherhof in Geilenkirchen eine vorübergehende Heimat gefunden, die andere Hälfte ist in der ehemaligen Polizeischule in Linnich untergebracht.

Während in der Stadt an der Wurm der Unterricht überwiegend in Deutsch stattfindet, wird in der Stadt an der Rur in Englisch gelehrt. Nach einem Crash-Jahr beherrschen die Studenten die ihnen vermittelte Sprache und Grundbegriffe ihres Studienfaches. Dann geht es an die ausgewählten Hochschulen in Deutschland, wo sie ihr eigentliches Studium beginnen.

Am Montagabend trafen sich alle Studenten, die erst im vergangenen Monat nach Deutschland gekommen waren, in der Aula des Loherhofes.

Im Rahmen ihrer wohl ersten Nikolausfeier wurden sie von Bürgermeister Thomas Fiedler und dem ehemaligen Rektor der FH Aachen, Prof. Hermann-Josef Buchkremer, begrüßt. Mit dabei war auch die Koordinatorin des Freshman Institutes der FH Aachen, Diplom-Sozialpädagogin Maria Schmidt, und Betreuerin Tina Ruhland. „Treat others as you want to be treated”, lauten die Hausregeln im Loherhof, was nichts anderes bedeutet als „Behandele die anderen wie du selber behandelt werden möchtest”.

Schon im vergangenen Jahr startete ein relativ starker Jahrgang von knapp 200 Studenten, der in diesem Jahr allerdings bei weitem übertroffen wurde. Das erfreute neben dem Bürgermeister auch Buchkremer, der sich nun in seinen Bemühungen, mehr jungen Leuten aus dem Ausland in Deutschland ein Studium zu ermöglichen, bestätigt fühlen kann. Der in Lindern wohnende Buchkremer ist heute Direktor des Freshman Instituts und seit diesem Jahr auch Ehrensenator der Fachhochschule Aachen.

Zum Ausklang ein Dinner

Der Professor erklärte den Studenten aus China und anderen Ländern die Bedeutung des Nikolausfestes. Bürgermeister Fiedler freute sich, dass so viele junge Menschen aus der ganzen Welt in die Stadt gekommen sind und hier das Miteinander bereichern. „Wir sind eine kleine Stadt, aber mit großer Internationalität”, sagte Fiedler. Dann zückten fast alle Studenten ihre Fotokamera und „schossen” sich auf den Nikolaus ein, der die Aula betrat. Einige hatten sich bereits mit einer Nikolaus-Mütze ausgestattet. Die Feier wurde durch Beiträge am Piano von vier chinesischen Freshman-Teilnehmerinnen und einer vietnamesischen Studentin untermalt, bevor das „Nikolaus-Dinner” den Abschluss bildete.
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