Jugendgottesdienst: Mit einem Gedicht und Theater gegen das Mobbing

Von: Andrea Schever
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Gemeinsam gegen Mobbing: Die Gruppe des Zille-Jugendcenters unter der Leitung von Nadin Gärtner (rechts) gestaltete den von Pfarrerin Tanja Bodewig (links hinten) geleiteten evangelischen Jugendgottesdienst mit verschiedenen Beiträgen. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen-Hünshoven. Dass Mobbing etwas Schlechtes ist, haben viele Jugendliche nicht nur gehört, sondern auch schon selbst erlebt. Prävention zu betreiben, versuchen daher nicht nur Erwachsene, sondern auch immer wieder Jugendliche, die nicht nur einfache Parolen gegen Mobbing ausrufen, sondern versuchen, das Thema verständlich und nachempfindbar zu machen.

Eine Gruppe aus Konfirmanden und Jugendlichen des Zille-Jugendcenters hat den ersten diesjährigen evangelischen Jugendgottesdienst gestaltet. In dem von Pfarrerin Tanja Bodewig zelebrierten Gottesdienst lasen die elf Jugendlichen ein dialogisches Gedicht zum Thema Mobbing vor und zeigten ein selbst geschriebenes Theaterstück in vier Szenen. Darin wird die Hauptfigur Sven von anderen gemobbt und dabei nicht nur psychisch, sondern auch physisch verletzt. Nach einigem Zögern kommen ihm dann jedoch Mädchen, die dieses Verhalten ungerecht finden, zu Hilfe. Sie schaffen es, die Täter zu vertreiben und stehen Sven fortan zur Seite.

Spiegelbild Gottes

Das Thema Mobbing griff Pfarrerin Tanja Bodewig dann auch in ihrer Predigt auf. Sie sprach davon, dass in jedem Mensch das Spiegelbild Gottes zu sehen sei, und dass die Menschen dazu angehalten sind, einander mit Liebe zu begegnen. Ein Täter in Sachen Mobbing könne sich ruhig einmal in die Lage seines Gegenübers versetzen und verstehen, dass er seinen eigenen Wert nicht dadurch zu definieren oder erhöhen hat, indem er andere herabsetzt.

Musikalisch gestalteten die Jugendlichen den Gottesdienst mit bekannten und gern gehörten Liedern wie „Amazing Grace“, „Oh happy day“ und einer Version von „Halleluja“ mit beeindruckenden Soli. Begleitet von Julian Bethke am Klavier, brachten sie dabei die leider nicht sehr zahlreichen Gäste zum Mitklatschen, -schaukeln und -singen. Einen weiteren musikalischen Beitrag steuerte der erst 17-jährige Chris Castero Ndome bei: Er spielte das emotionale Lied „It‘s over“, welches er innerhalb von vier Wochen selbst komponiert und getextet hatte. Der mit reichlich Applaus bedachte Jugendliche will in Zukunft noch weitere selbst geschriebene Lieder professionell einspielen.

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