Übach-Palenberg - Jubiläumskonzert: Die Geschichte musikalisch aufbereitet

Jubiläumskonzert: Die Geschichte musikalisch aufbereitet

Von: Markus Bienwald
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Grandiose Klänge und eine einzigartige Atmosphäre kennzeichneten das Drei-Länder-Konzert zum 125-jährigen Bestehen der Fanfare Victoria Rimburg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Leider gab es nur wenig Werbung, die auf eine einzigartige Konzertveranstaltung in der Region hinwies: das Drei-Länder-Jubiläumskonzert der Fanfare Victoria Rimburg im Pädagogischen Zentrum. Dennoch war es bestens gefüllt, als die Gastgeber, die aus der Partnergemeinde Übach-Palenbergs stammen, zu den ersten Tönen anhoben.

Die Geschichte ihrer Heimat spielte beim gastgebenden Verein, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feiert, auch im Programm eine wichtige Rolle. So gab es nach dem grandiosen Opener „Margam Abby“ gleich die „Miners Hymn“, die an die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute erinnerte. Bert Janssen las dazu aus dem passenden Gedicht „Gresford“, das an das tragische Bergbauunglück im walisischen Gresford erinnerte, bei dem am 22. September 1934 266 Bergmänner den Tod fanden.

Abseits von der schweren Thematik bot die musikalische Seite der Darbietung aber alles für beste Unterhaltung. Egal, ob ein Blick in das Werk des vor allem mit Filmmusik bekannt gewordenen Ennio Morricone oder das mundartliche Stück „Wie sjoen os Limburg is“, die Damen und Herren unter der souveränen Leitung von Bert Dirks überzeugten mit exzellenter Arbeit an den Instrumenten.

Als Bonbon im Programm durfte die Uraufführung von „Via Belgica“ gelten, einem von Fanfare-Mitglied Michèl Smeets komponierten Stück, das Dramatik und große Töne mit feinem Zwischenspiel verband. Ein Zwischenspiel der besonderen Art gab es noch vor dieser Premiere, denn ein als „Römer“ verkleideter Darsteller ließ den historischen Zusammenhang dieser uralten Römerstraße, die in Rimburg und auch Übach-Palenberg ihre Spuren hinterlassen hat, nochmal deutlich werden.

Doch es gab noch mindestens zwei Zugaben an diesem Abend. Denn die Fanfare feierte ihren Geburtstag nicht alleine, sie hatte mit der „Harmonie NOW“ aus Raeren und Walhorn in Belgien unter der Leitung von Senne la Mela noch einen weiteren Gast dabei. „NOW“ steht dabei für die Abkürzung von „Orchester Nord Ost Wind“ und umschreibt die musikalische Ausrichtung als modernes symphonisches Blasorchester. Sie ließen sich vor allem von der leichteren Seite der Musik inspirieren.

So durften Phil Collins mit seinem Hit „Two Worlds“, das „Phantom der Oper“ und ein zünftiger Mambo nicht fehlen. Derart in Schwung gebracht, war es für die „Lokalmatadore“ von der Privat-Musikkapelle Scherpenseel mit ihrem Bandleader Günther Preuth kein Problem, mit ihrem Teil des prallen Konzertangebotes zu glänzen. Ihr musikalischer Streifzug startete beim Regimentsmarsch „Großherzog Friedrich von Baden“, ließ Mozarts größte Hits zu einem Potpourri verschmelzen und spielte auch Hits von Udo Jürgens. Damit nicht genug, verhieß das Ende des umjubelten Konzertabends noch ein ganz besonderes Schmankerl für die Gäste.

Denn mit den links und rechts vom Podium zusätzlich zu den Scherpenseelern platzierten Musikern aus den Niederlanden und aus Belgien bot sich nicht nur optisch ein grandioses Bild. Auch der Klang im Zusammenspiel der drei Korps war ein einmaliges Erlebnis, das die Besucher mit viel Applaus feierten.

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