Journalistin referiert über Myanmar

Von: mabie
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Der Vorstand der Europa-Union Geilenkirchen mit Marita Pelzer (l.), Christa Abels (2.v.l.), dem Vorsitzenden Prof. Gerd Wassenberg (2.v.r.) und Heidrun Gebel (r.) bedankten sich bei Autorin und Journalistin Ursula Hohmeyer (M.) für einen interessanten Burma-Vortrag im Hotel Jabusch. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Myanmar ist erst seit einem guten Vierteljahrhundert die offizielle Bezeichnung für Burma. Doch das ist nur eine Facette einer bewegten Vergangenheit, die für die ehemalige britische Kolonie steht, wie Autorin und Journalistin Ursula Hohmeyer bei ihrem Vortrag „Burma im Aufbruch. Aber Buddha kennt keine Eile“ im Geilenkirchener Hotel Jabusch aufzeigte.

Auf Einladung der Europa-Union in Geilenkirchen und deren unermüdlichen Motor Prof. Gerd Wassenberg zeigte die Burma- und Myanmar-Expertin, die das Land seit 30 Jahren bereist, und sich intensiv mit der Vergangenheit und Gegenwart des Landes beschäftigte, ihre Sicht der Dinge. „Es ist ein faszinierendes Land“, sagte sie vor gut 40 Interessierten im Saal von Hotel Jabusch. Umgeben von mächtigen Nachbaren wie Indien, China und Thailand, habe es seinen Frieden noch nicht gefunden. „Die Loslösung von der Militärdiktatur ist ein langsamer Prozess“, merkte Hohmeyer an.

Nach der Gründung der „National League for Democracy“ im Herbst 1988, gewann die von der Tochter Suu Kyi des burmesischen Freiheitshelden Aung San gegründeten Partei, die Wahlen von 1990. „Daraufhin wurde sie vor den Augen der Weltöffentlichkeit unter Hausarrest gestellt“, blickte Hohmeyer zurück.

Heute sei der Demokratisierungsprozess zumindest eingeleitet, merkte sie an, doch noch stecke dort die Demokratie in den Kinderschuhen. Die wirtschaftliche Lage im Land sei prekär, sagte die Referentin, viel Armut und etwa 135 anerkannte Stämme mit unterschiedlichen Religionen, Sprachen und Ansprüchen machten das Regieren auch nicht leichter.

In ihrem umfassenden Blick auf das Land und die 60 Millionen Menschen in Myanmar streifte Hohmeyer in einem kurzweiligen Ausflug nicht nur Buddhismus, Aberglaube und Zauberei, sondern beleuchtete auch die Rolle der Frau und den Alltag des Nachwuchses. Dabei ließ sie in ihrem faszinierenden Kaleidoskop des Landes auch immer wieder ihre profunden Kenntnisse durchblicken, die sie in vielen persönlichen Besuchen und Begegnungen sammeln konnte. Und so gab es am Ende des interessanten Abends viel Applaus und ein wenig mehr Licht in der Geschichte dieses faszinierenden Landes.

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