Jona Knoke ist Geilenkirchens neuer Klimaschutzmanager

Von: Jessica Küppers
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Jona Knoke will in Geilenkirchen wirtschaftliche und ökologische miteinander verknüpfen. Foto: J. Küppers

Geilenkirchen. Jona Knoke ist ein Mann vom Fach. Der neue Klimaschutzmanager der Stadt Geilenkirchen, der seit dem 15. Februar im Einsatz ist, hat nicht nur ein abgeschlossenes Architekturstudium vorzuweisen, sondern ist auch noch studierter Wirtschafts- und Energieingenieur.

Vor diesem Hintergrund ist es auch nicht verwunderlich, dass wirtschaftliche und ökologische Aspekte für ihn zwingend zusammengehören.

„Wir haben einen Zeitpunkt erreicht, an dem Ökologie und Ökonomie keinen Widerspruch mehr bilden“, sagt er. Vielmehr gehe es ihm darum, dass die beiden Komponenten „Hand in Hand gehen und nicht mehr getrennt voneinander sind“, sagt der 38-jährige Umweltexperte.

Mit dieser Vorstellung von praktikablem Klimaschutz hat er beim Vorstellungsgespräch den Nerv der Stadt – genauer gesagt des Technischen Beigeordneten Markus Mönter – getroffen. Und für den neuen Mann im Rathaus gibt es bald einiges zu tun. Zunächst schaut er sich die über 90 Liegenschaften der Stadt genauer an, um sich selbst ein Bild von Größe und Zustand der einzelnen Gebäude zu machen.

Das gemeinsame Ziel von Stadt und Klimaschutzmanager ist es, möglichst viele Punkte des erarbeiteten Klimaschutzkonzeptes umzusetzen. Als Teil dessen wird die erste große Aufgabe für Jona Knoke sein, Daten auszuwerten. Durch das sogenannte Smart-Metering, ein spezielles Messsystem, werden Verbrauchsdaten in den katholischen Grundschulen Würm und Teveren erfasst und anschließend verschlüsselt an die Stadtverwaltung übermittelt. „Alle 15 Minuten wird ein Messpunkt erstellt“, erklärt Knoke das Prinzip.

Dafür müssen kleine Geräte an sämtlichen Verbrauchern installiert werden, welche rund um die Uhr Strom- und Wassermengen messen. Nach der Auswertung will er ganz genau sagen können, wo und wann ein Einsparpotenzial besteht. Das umfasse nicht nur die Schulzeiten, sondern auch die Nutzung der Turnhalle, sagt Mönter. Dadurch lassen sich auch Wasserverluste oder Störungen erkennen, die ein Hausmeister sonst möglicherweise nicht bemerken würde, weil er keine 24 Stunden im Gebäude sein kann.

Erste Ergebnisse sollen spätestens im nächsten Schuljahr vorliegen und besprochen werden. Sollte dieses Pilotprojekt nach Ansicht der Stadt Erfolg haben, sei es auch denkbar, dieses Smart-Metering auf die anderen Schulen, die zu den Großverbrauchern der Stadt Geilenkirchen zählen, auszuweiten. Durch die Daten will der Klimaschutz-Experte auch herausfinden, in welchen Gebäuden Sanierungsbedarf besteht. Für das Pilotprojekt mietet die Stadt die besonderen Zähler von einem Energieversorger an, der seinerseits dafür verantwortlich ist, die Geräte entsprechend der Gesetze auf dem aktuellen Stand zu halten und gegebenenfalls auszutauschen. Wer damit beauftragt wird, ist noch nicht abschließend entschieden.

Warum Knoke sich für den Job des Klimamanagers in Geilenkirchen entschieden hat? „Das Tätigkeitsprofil ist sehr vielfältig, und ich mag das Rheinland“, sagt er. Das breite Spektrum seiner Arbeit wird auch deutlich, wenn man sich die Aufgabenliste des neuen Klimamanagers anschaut. Dazu gehören neben der Datenauswertung auch Recherche von potenziellen Fördermöglichkeiten und der bewährte Stromspar-Check. Das ist ein spezielles Angebot für einkommensschwache Haushalte, wodurch Einsparmöglichkeiten zum Beispiel durch schaltbare Steckdosenleisten, Energiesparlampen und Strahlregler für Wasserhähne aufgezeigt und genutzt werden sollen. Als weiteres Thema, das er von seiner Vorgängerin Tina Aldinger übernommen hat, kümmert sich Knoke auch um E-Mobilität.

Bei der 28. Autoausstellung in der Innenstadt wird er Standdienst haben. Dort können Geilenkirchener erstmalig mit dem neuen städtischen Experten für Klimaschutz ins Gespräch kommen und Fragen zum Thema stellen. Die Ausstellung findet von Samstag, 19. März, um 13 Uhr bis Sonntag, 20. März, 18 Uhr statt.

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