Jobcenter im September reif für den Einzug

Von: Wilfried Rhein
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Der Richtkranz darf wehen. Glücklich über das Erreichte sind auch (Bild von oben) Helmut Nobis (Jobcenter-Geschäftsführer), Liesel Machat, Gabriele Hilger, Petra, Wilfried und Gertrud Dohmen. Foto: Georg Schmitz
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An Zimmermanns Stelle mit Richtspruch und Schnapsglas: Dachkonstrukteur Thomas Contzen.

Geilenkirchen. Die Ausfälle aufgrund des recht harten Winterwetters vergangener Wochen sind in erträglichem Rahmen geblieben. Wilfried Dohmen, Sprecher der bauausführenden Unternehmen, sagte es am Freitag mit Erleichterung, nachdem der Richtkranz über den Neubau an der Herzog-Wilhelm-Straße aufgezogen worden war.

Es geht voran mit dem zentralen Jobcenter von Arbeitsagentur und Kreis Heinsberg. Rund 40 Gäste folgten dem Brauch, unter dem fertigen Dachstuhl ein wenig zu feiern und „...auf die Kunst vertrauen...“, die Bauhandwerkern eigen ist. So erbat es jedenfalls Thomas Contzen. Der Dachkonstrukteur vertrat den üblichen Zimmermann, denn – so der Fachmann – das rund zehn Meter hohe neue Gebäude bekommt ein Flachdach, an dem Holz nicht der vorrangige Baustoff ist. Brauch ist aber Brauch, und Thomas Contzen ließ das Schnapsgläschen klirrend an einer Außenmauer zerschellen.

Egal, was die Leute vom Bau an Glücksbringern beschwören, am Gebäude des zukünftigen modernen Jobcenters mag es geholfen haben. „Wir hatten Gott sei Dank keine Unfälle auf dieser Baustelle zu vermelden“, hoffte Wilfried Dohmen auf Fortsetzung. Er hatte die Gäste begrüßt, und zwar im Namen der regionalen Bauherren-GmbH GST; das Jobcenter mietet die fertige Liegenschaft.

„Für uns Bauherren ist dieser Tag ein besonderer Markstein. Das Dach ist errichtet, das Schlimmste ist bewältigt“, sagte der Sprecher der Bauträger. Das Richtfest wolle er auch zum Anlass nehmen, jenen zu danken, „die so tatkräftig bei der Erstellung dieses Erweiterungsbaus dabei waren“, sagte Wilfried Dohmen. „Ich bin froh, dass sich alle bemüht haben, nicht nur täglich ihre Arbeit zu verrichten, sondern auch gute Arbeit zu leisten. Wir als Bauherren haben davon profitiert.“

Der Dank richtete sich zudem an den ausführenden Architekten, Diplom-Ingenieur Ralf Hansen. Der Übach-Palenberger rief vor den Gästen, darunter Vertreter von Rat und Verwaltung, die wichtigsten Daten des kommenden Jobcenters in Erinnerung. Die 1200 Quadratmeter im Neubau lässt die Dienststelle über insgesamt 2000 qm verfügen. Dreiviertel der Fläche ist dem Jobcenter gewidmet, 500 qm den Aufgaben der Agentur für Arbeit, deren Aachener Leiterin Gabriele Hilger gerne zu der kleinen Feier gekommen war wie auch für den Kreis Heinsberg Sozialdezernentin Liesel Machat.

Der Neubau – Kosten rund drei Millionen Euro – umschließt rund 6000 Kubikmeter Raum und bietet inklusive vorhandener Büros 90 Arbeitsplätze. Da sich der Bauträger GST entschlossen hatte, ein angrenzendes Grundstück hinzuzukaufen, entspannen 26 weitere Parkplätze die Pendler-Situation. Denn der Effekt der Zentralisierung heißt auch, dass die Mitarbeiter/innen der Jobcenter aus den Rathäusern von Übach-Palenberg und Geilenkirchen in die Herzog-Wilhelm-Straße umziehen werden. „Unserer Stadtverwaltung tut der Raumgewinn am Markt richtig gut“, sah Bürgermeister Thomas Fiedler eine glückliche Entwicklung für alle Beteiligten. Umzugstermin soll spätestens im September sein.

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