Jetzt ist guter Rat teuer: Drehleiter-Fahrzeug der Feuerwehr ist hinüber

Von: jpm
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Ist der Motorschaden das Todesurteil für das Löschfahrzeug der Geilenkirchener Feuerwehr?

Geilenkirchen. Die paar Monate hätte sie ja auch noch durchhalten können – so oder ähnlich wird man bei der Geilenkirchener Feuerwehr gedacht haben, als plötzlich der Motor des altgedienten Drehleiterfahrzeugs hinüber war.

Kommende Woche nun muss die Stadt eine Entscheidung dazu treffen, wie weiter verfahren wird. Diese Informationen bestätigte Bürgermeister Georg Schmitz am Freitag gegenüber unserer Zeitung. Die Tage des Fahrzeugs waren ohnehin schon gezählt, der Kauf eines neuen Fahrzeugs bereits in die Wege geleitet. Planmäßig allerdings sollte das Gefährt erst Ende 2017 auflaufen.

Das Unglück geschah am Ostermontag, die Feuerwehr war mit ihrer Drehleiter bei einem Sturmeinsatz, als der Motor den Geist aufgab. Was für ein Schaden genau vorliegt, muss erst noch ermittelt werden. Klar ist, dass eine Reparatur selbst im günstigsten Fall deutlich in die Tausende gehen wird. So stellt sich die Frage: Lohnt sich das noch bei einem Fahrzeug, das eh ausgemustert werden soll?

Bürgermeister Schmitz wäre es am liebsten, wenn man die Anschaffung der neuen Drehleiter kurzerhand vorziehen würde. Fraglich ist allerdings, ob der Haushalt die entsprechenden Mittel hergibt. „Bei so einer Drehleiter ist man ja direkt mit 500.000, wenn nicht 600.000 Euro dabei“, so Schmitz. Andererseits wird dieses Geld ja in absehbarer Zeit ohnehin ausgegeben. Klappt es mit dem Vorziehen nicht, müsste stattdessen doch die eigentlich wenig sinnvolle Reparatur bezahlt werden.

Viel gelaufen war die Maschine nicht – weniger als 30.000 Kilometer. Zu erklären ist der Schaden wohl auch damit, dass Feuerwehrfahrzeuge meist nur kurze Strecken zurücklegen, dies aber sehr oft mit kaltem Motor bei hoher Drehzahl. Das bekommt auch besseren Fabrikaten – dieses war von Mercedes – auf Dauer nicht.

Zumindest war die Frage nach einer Übergangslösung schnell beantwortet. Der Hersteller stellte ein Ersatzfahrzeug bereit, das die Geilenkirchener unbefristet nutzen können. Hier hatten Stadt und Feuerwehr Glück im Unglück: Es handelt sich um ein komplett baugleiches Exemplar, so Schmitz. Anderenfalls hätte die Feuerwehr ihre Leute erst neu schulen müssen, was generell mit einem großen Zeitaufwand verbunden ist und in diesem Falle zudem noch reichlich kurzfristig hätte umgesetzt werden müssen. So kam es aber nicht. Schmitz: „Der volle Brandschutz ist gewährleistet.“

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