Jennys Mutter bittet um Spenden für in Not geratene Familien

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Vor der Auftaktveranstaltung der Jenny-Böken-Stiftung besuchte Marlis Böken Freitag das Grab ihrer Tochter Jenny in Teveren. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Rosen, die Lilien und Gerbera auf dem Teverener Marienaltar sind längst dahingewelkt. Die Schleifen mit der Aufschrift „Heilige Mutter Gottes, wir erflehen Deinen Beistand für Jenny und ihre Familie” sind längst entfernt.

Aber das Teverener Mädchen Jenny Böken, dessen Traum vom Meer so tragisch endete, bleibt in der Dorfgemeinschaft unvergessen. Im September 2008 nahmen 600 Trauergäste tief erschüttert Abschied von der jungen Soldatin, die nach dem Unfall auf der „Gorch Fock” in der Nordsee ertrunken ist. Viele haben noch die Gitarren- und Saxophonklänge von Will Cremers und Jac Jütten im Ohr, die während der Trauerfeier in der Teverener Pfarrkirche „Mere Lapsed” (Kinder des Meeres) spielten.

Jennys Traum war es, zur Marine zu gehen, Medizin zu studieren und als Ärztin für ihre Kameraden da zu sein und bei Auslandseinsätzen humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung zu leisten. Jenny starb am Anfang dieses Traumes, im Alter von 18 Jahren. Mit vielseitiger Unterstützung gründete ihre Mutter, Marlis Böken, die Jenny-Böken-Stiftung.

Sie hat es sich zum Ziel gesetzt, sich um in Not geratene Familien von getöteten und gefallenen Soldatinnen und Soldaten zu kümmern. Auch will die Stiftung Soldaten und deren Familien unterstützen, die infolge ihres Dienstes dienstunfähig geworden sind. Zur Auftaktveranstaltung begrüßte am Freitagnachmittag Geilenkirchens Bürgermeister Thomas Fiedler eine große Anzahl geladener Gäste im Ratssaal.

„Durch die Stiftung wird Jennys Traum, wenn auch auf eine andere Art, erfüllt werden. Offenbar hat sie vom Himmel aus eine Mission zu erfüllen, mit der sie mehr Menschen helfen kann, als sie es als Marineärztin jemals vermocht hätte. Ihre Menschlichkeit, ihr soziales Engagement, ihre Nächstenliebe werden vielen Menschen durch die Stiftungsarbeit zuteil werden”, erklärte Marlis Böken, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, und Jennys Mutter.

Spendenkonten wurden eingerichtet bei der Kreissparkasse (BLZ: 312 512 20, Konto 1401630577) und bei der Raiffeisenbank (BLZ: 37069412, Konto 3302949017).

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