Übach-Palenberg - Jahreshauptversammlung des Löschzuges: Kritik an Personalsituation

Jahreshauptversammlung des Löschzuges: Kritik an Personalsituation

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Übach-Palenberg. Brandoberinspektor Manfred Havertz, Löschzugführer des Löschzuges Übach, begrüßte bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung seine Feuerwehrkameraden sowie die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung und dankte für die in 2014 geleistete Arbeit.

Ein besonderer Dank ging an seinen Stellvertreter, Brandoberinspektor Ralf Johnen, sowie seine Führungskräfte, die ihn in seiner Arbeit als Löschzugführer in mehr als 20 Jahren unterstützen. In besonderer Art und Weise dankte Brandoberinspektor Manfred Havertz dem Fachberater, Feuerwehrarzt Dr. Heiner Buschmann, der im vergangenen Jahr den Einsatzkräften nach schwierigen Einsätzen einfühlsam und tatkräftig zur Seite stand.

Ausrückordnung geändert

„Die Kameradschaft ist das höchste Gut, welches man pflegen muss. Ohne Kameradschaft und Zusammenhalt ist diese Arbeit, die hier bewältigt wird, nicht durchzuführen“, betonte Havertz. „Auch als Freiwillige Feuerwehr haben wir den Auftrag zu erfüllen, jedem Bürger, der in unserer Stadt lebt, in Notsituationen zu helfen.

Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, haben wir den Ausbildungsplan straffer organisiert. Außerdem haben wir die interne Ausrückordnung innerhalb des Löschzuges geändert.“ Arbeitsstellen außerhalb des Wohnortes oder eine nicht vorhandene Akzeptanz des jeweiligen Arbeitgebers forderten diese Maßnahme.

Das Brennpunktthema sei zur Zeit das Personal. Zu bestimmten Zeiten stehe immer weniger Feuerwehrpersonal bei Einsätzen zur Verfügung. Hier sei der Feuerschutzträger, die Stadt Übach-Palenberg, in der Verantwortung.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir in nächster Zukunft mehr Atemschutzgeräteträger zur Verfügung haben und dass noch einige Kameraden in diesem Jahr die Grundausbildung abschließen werden“, sagte Havertz. In diesem Jahr kommt übrigens ein neues Löschfahrzeug mit der Kurzbezeichnung LF20, das den Fuhrpark des Löschzuges Übach aufwertet und ein ehemaliges Katastrophenschutzfahrzeug aus dem Jahre 1984 ersetzen wird.

Wehrleiter Detlef Maentz bestätigte die Erneuerung des Fuhrparks. So wurde auch eine Ersatzbeschaffung für einen in die Jahre gekommenen Gerätewagen Gefahrgut notwendig. Dieser wird bei der Löschgruppe Boscheln stationiert werden. Expandierte Industrieareale, die sich in Übach-Palenberg ansiedeln, lassen diesen Schritt als notwendig erscheinen.

Im Anschluss wurden durch Maentz einige Beförderungen ausgesprochen. Christoph Savoir wurde zum Oberbrandmeister befördert, Pascal Delahaye zum Unterbrandmeister und Detlef Luchte zum Oberfeuerwehrmann.

Bezirksbrandmeister Manfred Savoir unterstrich in seiner Rede die Brisanz der sogenannten Tagesverfügbarkeit. Die Vorhaltung einer gewissen Mannschaftsstärke sei keine ureigene Aufgabe der zuständigen Feuerwehren. Vielmehr müsse die jeweilige Kommune das Ehrenamt stärken und fördern. Eine Mitgliedschaft bei einer Feuerwehr über die Kommunalgrenze hinaus sollte demnach möglich sein. Hiermit möchte man eine Optimierung der Personalstärke und der Tagesverfügbarkeit erreichen.

Löschzugführer Brandoberinspektor Ralf Johnen erklärte, dass im vergangenen Jahr Kameraden aus den Städten Herzogenrath und Heinsberg den Weg zum Löschzug Übach gefunden haben und mit der Zeit eine wertvolle Kameradschaft entstanden sei.

Der Feuerwehrarzt Dr. Heiner Buschmann führte das Thema psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften an. „In unserer ländlichen Struktur werden wir immer wieder zu Einsätzen gerufen, die in unserem persönlichen Umfeld stattfinden.

Es gibt keinen Feuerwehrmann, der in seiner Karriere nicht in der Situation war, einen Menschen, den er kannte, bei einem schweren Verkehrsunfall zu bergen“, sagte Buschmann. Diese Belastungen könnten sowohl nach kurzer Zeit als auch noch nach Jahren zu schwersten psychischen Traumata führen.

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