Jahresendbilanz der Gemeindeverwaltung: Überschuss von 1,47 Millionen Euro

Von: hama
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Schuldenfrei – und nun werden auch noch die Gebühren, wie hier beim Müll, gesenkt. „Wer kann das von sich sagen?“, fragte Bürgermeister Bernhard Tholen in die Ratsrunde. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Eine frühzeitige Beschwerung erlebten die Bürger der Gemeinde Gangelt bei der letzten Ratsitzung dieses Jahres, die erneut in der Bürgerhalle von Langbroich stattfand. Nicht nur der Ehrenamtspreis wurde vergeben.

Auch jeder einzelne Bürger erhielt ein kleines Präsent in Form von Gebührensenkungen – ein Wort, das man in diesem Zeiten selten im Zusammenhang mit öffentlichen Haushalten hört. Als Bürgermeister Bernhard Tholen bei der Feststellung des Jahresabschlusses 2012 auch noch mit dem Satz schloss: „Wir sind gewappnet für die Zukunft“, war die Glückseligkeit komplett – zumindest was das Finanzielle in der 11.000-Einwohnergemeinde angeht.

Bei den Abwassergebühren wird nach Schmutzwasser entsprechend dem Frischwasserverbrauch und dem Niederschlagswasser, das über versiegelte Flächen in den Kanal geleitet wird, abgerechnet. Der Schmutzwasserpreis sinkt von 2,80 Euro pro Kubikmeter auf 2,67 Euro; das Niederschlagswasser bleibt mit 76 Cent gleich.

Da die Verluste im Haushalt für die Straßenreinigungsgebühren im Winterdienst nahezu ausgeglichen sind, kann auch hier gesenkt werden. Man unterscheidet hier von Bundesstraßen bis hin zu Schul­wegen mit hoher Verkehrsbedeutung, die in der Klasse W 1 untergebracht sind und Anlieger- und Nebenstraßen in der W 2-Gruppe, die gleichwertig, aber später gereinigt werden. W 1 sinkt von 50 auf 40 Cent pro Meter, W 2 von 25 auf 20 Cent.

Nachdem über Jahres hinweg die Müllgebühren gestiegen sind, hat es hier aufgrund von Neuvergaben auch Kostensenkungen gegeben. Die Grundgebühr für die Restmüllbehälter (80/120 Liter) sinkt von 55,67 Euro auf 54,70 Euro. Das Kilo Restmüll kann ab dem kommenden Jahr für 20 statt für 24 Cent entsorgt werden. Der Bioabfall bleibt bei 15 Cent pro Kilogramm.

Der Jahresabschluss 2012 weist eine Bilanzsumme von knapp 110 Millionen Euro auf. Es wurde ein Überschuss von 1,47 Millionen Euro erwirtschaftet, der der Ausgleichsrücklage zugeführt wird. Des Bürgermeisters positiver Blick in die Zukunft, folgte seine Feststellung, dass man in Gangelt nicht von der Substanz lebt. „Wer kann das schon von sich sagen?“, wurden Ratsmitglieder und Zuschauer in die Weihnachtszeit entlassen.

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