Ist eine Lösung für das Ü-Bad in Sicht?

Von: Markus Bienwald
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Mehr als 300 Gäste kamen am Samstag zum mittlerweile 34. Bürgerempfang der Stadt Übach-Palenberg ins weite Rund des Pädagogischen Zentrums (PZ). Foto: Markus Bienwald
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Gemeinsam mit seinen Amtskollegen Serge Denneulin (l.) aus der französischen Partnerstadt Rosny-sous-Bois und Raymond Vlecken (r.) aus der niederländischen Partnergemeente Landgraaf stieß Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch auf das neue Jahr an. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Mit Schwung ins neue Jahr ging nicht nur Johannes Beeck, der mit seinen Eltern An-drea und Björn schon zum fünften Mal am Bürgerempfang der Stadt teilnahm. Das galt für viele der mehr als 300 Gäste: Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt, Angehörige der Polizei, der Feuerwehr und des Militärs sowie Vertreter aus Wirtschaft und Kultur kamen zum inzwischen 34. Bürgerempfang ins Pädagogische Zentrum.

Eingerahmt von der Musik des Instrumentalvereins Herbach freute sich Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch nicht nur darüber, sein Versprechen wahr zu machen, nach der Wiederwahl wiederum an Ort und Stelle zu reden. Er erklärte gemeinsam mit Serge Denneulin als Vertreter der französischen Partnerstadt Rosny-sous-Bois und Raymond Vlecken für die niederländische Partnergemeinde Landgraaf seine Betroffenheit und sein Entsetzen nach dem Anschlag auf die französische Satirezeitung Charlie Hebdo. Er verurteilte diese Tat als Anschlag auf die Freiheit. „Ich bin wütend über diese brutale und unsinnige Gewalt und voller Trauer“, so Jungnitsch. „Ein Attentat auf einen Journalisten ist ein Attentat auf unsere Freiheit und unsere Meinungsfreiheit“, fand auch Vlecken. Und Serge Denneulin lobte nicht nur die Entscheidung unserer Zeitung, in der Freitagsausgabe auf jeder Seite die Solidaritätsbekundung „Je suis Charlie“ abzudrucken. Er bedankte sich für das Mitgefühl und machte anhand solch abscheulicher Taten auf die drohenden Risiken für Freundschaft, Brüderlichkeit und Nächstenliebe aufmerksam.

Abseits des Blicks auf das aktuelle Geschehen brachte ein persönlicher Jahresrückblick des Ersten Bürgers der Stadt Übach-Palenberg viele positive Ereignisse zusammen, die trotz der angespannten Finanzsituation der Stärkungspaktkommune möglich waren. Dazu zählte er viele Straßenbau- und –erneuerungsprojekte, die Eröffnung des Einkaufszentrums am Wasserturm und die Erweiterung der Gewerbeflächen um attraktive Ansiedlungen.

Dennoch gebe es noch einige Aufgaben, die erfüllt werden müssten. „So hoffen wir nun auf eine endgültige Einigung vor Gericht zum beschämenden Dauerthema Klangbrücke, auch ist der Derivateprozess immer noch im Berufungsverfahren“, so Jungnitsch. Die größte Aufgabe für 2015 sah er darin, eine Lösung für das Ü-Bad zu finden. „Dies wird bereits im ersten Halbjahr erfolgen müssen, damit das Modell bis 2016 zielgenau umgesetzt werden kann“, so Jungnitsch, „gleiches gilt für unsere Stadtbücherei.“

Städtepartnerschaften

Eine abschließende Behandlung und ein Beschluss zum Thema Gesamtschule und einer möglichen Zusammenarbeit mit der Stadt Baesweiler, der anstehende Wasserkonzessionsvertrag und der flächendeckende Umbau der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik waren weitere Punkte. Sanierungsbedarf sah Jungnitsch bei kommunalen Straßen und auch den Schulen, wo beispielsweise das Gymnasium im Jahr seines 50-jährigen Bestehens eine neue Toilettenanlage bekommen wird. Zuletzt blickte er auch auf weitere Neubaugebiete und die Feiern zur 25-jährigen Städtepartnerschaft mit Rosny-sous-Bois und 15-jährigen Partnerschaft mit Landgraaf. „Sicherlich auch durch die Schaffung neuer Baugebiete konnte der Abwärtstrend in der Bevölkerungsentwicklung in unserer Stadt gestoppt werden“, war sich Jungnitsch sicher. So war erstmals seit neun Jahren ein Plus bei der Einwohnerzahl zu vermelden, ein Rückgang bei den Arbeitslosenzahlen bestärkte den Verwaltungschef darin, auf „einem wirklich guten Weg“ zu sein. Und er dankte den Sponsoren, die es möglich machten, trotz leerer Kassen ein lebendiges kulturelles Leben in der Stadt zu erhalten.

Doch mit Blick auf die aktuellen Ereignisse in Frankreich und die aufkeimenden Diskussionen über Flüchtlingspolitik und Willkommenskultur schloss Jungnitsch auch mit einem Aufruf am Ende seiner Rede. „Wehret den Anfängen!“, erinnerte er und sagte zu, immer ein waches Auge zu haben, wenn in der Stadt der Anschein entstehen sollte, Mobbing könnte – in welcher Form auch immer – um sich greifen.

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