Ironie und Wortwitz zur Frühstückszeit

Von: mabie
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Rezitator Jürgen Wagner war bei der jetzt vierten Auflage des Literaturfrühstücks in der Stadtbücherei Geilenkirchen zu Gast.

Geilenkirchen. Früh wird es dunkel, so richtig hell wird es derzeit auch nicht, und das teils stürmische Wetter trägt auch seinen Teil dazu bei, dass in der dunkleren Jahreszeit eigentlich immer Zeit ist für ein gutes Buch.

Dem trägt auch das rührige Team der Stadtbücherei Geilenkirchen Rechnung, indem es mit der inzwischen vierten Auflage ihres Literaturfrühstücks beweist, welche Anziehungskraft die analog gedruckten Wörter in Zeiten der so mächtigen Konkurrenz aus dem digitalen Netz besitzt.

Voll war es, und das Büchereiteam um Leiterin Antonia Zaharanski freute sich, neben Kaffee und allem, was zu einem vernünftigen Frühstück gehört, durch Jürgen Wagner auch eine Auswahl feiner „Viechereien“ anbieten zu können. Im Rahmen der Aktionswoche „Treffpunkt Bibliothek“ hatte Jürgen Wagner, der immer wieder gern gesehene Vorleser und Referent in der Geilenkirchener Bücherei ist, auch als Repräsentant des Vereins „KULTURgut – Kunst und Kultur für Geilenkirchen“ Erzählungen von Manfred Schmidt, Ludwig Thoma und Marc-Uwe Kling dabei, die sich vor allem um Tiere drehten.

Klings Kanguru

Beispiel Marc-Uwe Kling, er ist nicht nur ein junger Kabarettist aus Berlin, sondern schreibt in seinen „Känguru-Chroniken“ über sein fiktives Zusammenleben mit einem bekennenden Kommunisten-Känguru. Alleine aus dieser Ausgangslage ergaben sich natürlich haarsträubende Geschichten und Wortgefechte, die bei den Gästen im vollen Frühstücks-Literaturraum für Lachsalven sorgten.

Manfred Schmidts wohl bekannteste Figur, der Detektiv „Nick Knatterton“, kam zwar nicht zu Wort.

Wohl aber gelang es Jürgen Wagner eindringlich, Ironie und Wortwitz, die Schmidts humoristischer Betrachtung einer Katzenausstellung zu eigen ist, eins zu eins zum Publikum zu transportieren und sich damit einen festen Platz im Herzen der Gäste zu sichern.

Nicht zuletzt mit der Geschichte des bayerischen Heimatautors Ludwig Thoma über eine Sau, die in des Pfarrers geliebtem Garten wütete, brachte dem Rezitator nochmals viel Applaus ein.

Lob für Bibliotheksteam

Mit der Ballade der sächsischen Mundart-Dichterin Helene Voigt über einen Adler, der des Fliegens nicht mehr Herr war, und ein Taubenpaar, ging der kurzweilige Vormittag schnell zu Ende.

Schon ist für das kommende Jahr wieder eine Veranstaltung mit Jürgen Wagner an gleicher Stelle fest eingeplant. „Mir macht es selbst Freude, humoristische Texte vorzulesen“, schloss Jürgen Wagner. „Und was Sie und Ihr Team in der Bücherei leisten, ist einfach anerkennenswert.“

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