Geilenkirchen - „Interkulturelle Begegnung ist wichtig“: Schüler aus Polen zu Gast

„Interkulturelle Begegnung ist wichtig“: Schüler aus Polen zu Gast

Von: Georg Schmitz
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Die Schulleiter Jürgen Pallaske (hinten mit Krawatte) und Mateusz Marciniak sind mit Schülern der polnischen Partnerschule und ihren deutschen Pendants unterwegs. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Schulleiter Jürgen Pallaske freut sich über den Austausch mit der neuen Partnerschule, dem Gimnazjum w Lubinie aus Polen. „Zu den Partnerschulen aus Irland, England und Frankreich gesellt sich jetzt eine aus dem östlichen Europa“, macht der Direktor des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula in Geilenkirchen klar.

13 polnische Schüler und ihr Schulleiter Mateusz Marciniak sind am Montag nach mehr als 13-stündiger Busfahrt in der Stadt an der Wurm zu einem Gegenbesuch eingetroffen.

Im vergangenen Sommer waren zehn „Ursulaner“ mit Jürgen Pallaske nach Lubin gefahren, um dort einen Partnerschaftsvertrag zu unterschreiben, der die beiden Schulen jetzt freundschaftlich verbindet. „Vor dem Hintergrund der historischen Beziehungen beider Länder ist uns die interkulturelle Begegnung sehr wichtig“, nennt Geschichtslehrer Michael Wagemann einen der Hauptgründe für den gemeinsam eingeschlagenen Weg. Jedoch konzentriere man sich nicht auf die Vergangenheitsbewältigung, vielmehr stehe der Blick nach vorne im Vordergrund.

Zusammen mit seiner Kollegin Elke Sieben hat er den Besuch der polnischen Gäste vorbereitet und die Gruppe empfangen. Über Aachen sind die 15-Jährigen nach Geilenkirchen gekommen. In der Kaiserstadt hatten sie zwei Stunden Zeit, sich ein wenig mit deutschen Lebensgewohnheiten vertraut zu machen. In historischer Hinsicht sei Aachen überwältigend gewesen, hatte Mateusz Marciniak von seinen Schülern erfahren. Geilenkirchen bezeichneten die Gäste kurz nach ihrer Ankunft als typische deutsche Kleinstadt. Fünf Tage lang erkunden die Jugendlichen die Region und sind während dieser Zeit bei Gastfamilien untergebracht.

Der zweite Tag führte sie in den Landtag nach Düsseldorf, wo sie vom Abgeordneten des Kreises Heinsberg, Bernd Krückel (CDU), empfangen wurden. Am Nachmittag ging die Fahrt weiter nach Duisburg zum Landschaftspark Nord. Die Gäste aus Lubin schnuppern auch in den Alltag des St.-Ursula-Gymnasiums hinein, zumindest in die erste Unterrichtsstunde.

Freundschaften gebildet

Am heutigen Mittwoch steht ein Ausflug nach Heinsberg an, und der anschließende Nachmittag steht mit den Gastfamilien zur freien Verfügung. Am Donnerstag geht es an den Rhein nach Köln, wo selbstverständlich der Dom besichtigt wird. Ein weiterer Dom steht am Freitag in Aachen auf dem Programm. Von dort aus müssen die Besucher wieder ihre Rückreise nach Polen antreten. Einige der polnischen Schüler haben Deutschland zu früheren Zeiten schon einen Besuch abgestattet, ihr Schulleiter war bereits in Hamburg. Es hapert bei den Schülern ein wenig mit den jeweiligen Sprachkenntnissen und so kommt die Kommunikation zwischen den deutschen und polnischen Jugendlichen zumeist über die englische Sprache zustande. Dennoch hatten sich schnell Freundschaften gebildet, und so ist das Ziel der Begegnung auf jeden Fall erreicht.

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