Interaktives Theaterprojekt: „Agenten“ suchen nach Gefahren im Netz

Von: Georg Schmitz
Letzte Aktualisierung:
9304113.jpg
Das Theater „Offline“ des in Berlin ansässigen Vereins „Innocence in Danger“ machte die Sechstklässler des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula an zwei Tagen auf lockere und spielerische Weise mit den Gefahren im Internet vertraut. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Kinder auf die Gefahren im Internet aufmerksam zu machen ist das Ziel von „Innocence in Danger“. Das Theater „Offline“ des in Berlin ansässigen Vereins machte die Sechstklässler des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula an zwei Tagen auf lockere und spielerische Weise mit dem ernsten Thema vertraut.

Die an der letzten Aufführung teilnehmenden 32 Schülerinnen und Schüler wurden, wie schon zuvor die anderen Klassen, in dem interaktiven Theaterprojekt aktiv einbezogen und als „Spezialagenten“ auf die Suche nach den Menschen geschickt, die sie im World Wide Web negativ beeinflussen wollten.

Digitaler Missbrauch von Kindern

Die drei Schauspieler von „Offline“, Alexe Limbach, Karl-Heinz Zmugg und Jonas Schweitzer-Faust, hatten um die Thematik eine fiktive Geschichte aufgebaut. Wegen den zunehmenden, sich auf den digitalen Missbrauch von Kindern spezialisierenden Internet-Kriminellen, denke die UN über ein Internet-Verbot für unter 18-Jährige nach. Dies ruft aber die Datenschützer auf den Plan, denn die ganze digitale Welt wäre den jungen Menschen nicht mehr zugänglich. „Auf Euch kommt eine große Bedrohung zu, man will Euch das Internet verbieten, also die Freiheit nehmen“, macht Schauspieler Til Schweiger, alias Commander Norten OBrian, in der eigens für das Theaterstück von „Innocence in Danger“ gefertigten Videobotschaft deutlich. Dies dürfe nicht geschehen und deshalb müssten die Kinder die Verbrecher entlarven und der gerechten Strafe zuführen, damit das Internet wieder sauber wird.

Doch zunächst sollten die St.-Ursulaner den Verführungen aus der digitalen Welt widerstehen und die Gefahren kennenlernen. Dazu mussten verschiedene Tests bestanden werden. Da forderte beispielsweise die freundliche blonde Frau ihr auserwähltes Opfer-Klientel auf, eine Web-Seite zu installieren. Wären die Schüler der Aufforderung nachkamen, hätten sich die Fremden die IP-Adresse zunutze gemacht und über den PC der Kids zum Beispiel Sex-Filme verbreiten können. Recherchen von ermittelnden Behörden hätten in diesem Fall immer auf den Computer der Kinder zurückgeführt.

Bei einer Schnitzeljagd durch die Schule gelang es den „Spezialagenten“ aber, die „Schlüsselgewalt“ über die Schaltzentrale und den Computer wiederzuerlangen. Einen relativ schnell zu entfernenden Virus hatte sich der PC der Jungs und Mädels jedoch eingefangen, aber den großen Hackerangriff konnten sie dank ihrer Aufmerksamkeit und den damit verbundenen Gegenmaßnahmen verhindern. „Innocence in Danger“ sieht das Agentenabenteuer von „Offline“ als interaktives Präventionstheater und probate Maßnahme, um die Kinder direkt vor Ort zu erreichen. Ein weiteres Ziel ist der Erwerb von Medienkompetenz. Die Schule und das Schulpflegschaftselternteam hatten das Theater nach St. Ursula geholt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert