Gangelt-Birgden - Informationsabend zur Spielraumsituation in Birgden

Informationsabend zur Spielraumsituation in Birgden

Von: Wilfried Rhein
Letzte Aktualisierung:
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Aufmerksam nahmen die Zuhörer im Pfarrheim St. Urbanus Details und Fortschritt der Pläne auf, in Birgden einen recht zentral gelegenen und Generationen überschreitenden Spielraum zu schaffen. Brigitte Mols stellte an der Karte (Bild) dar, wie sich in welchem Dorfteil die Bevölkerung entwickelt.

Gangelt-Birgden. An welchem Ort kann ein Platz angelegt werden, der von allen Generationen des Dorfes genutzt werden kann? Die Kernfrage beschäftigte die Elterninitiative rund um die KAB von St. Urbanus auch anlässlich einer offenen Interessierten-Versammlung. An Antworten mangelt es nicht.

Ein paar neue Gesichter waren in der Runde am Montagabend im Urbanus-Pfarrheim zu sehen. Und ein paar Überlegungen mehr, wie man der - nach Meinung der KAB - unattraktiven Spielplatzsituation in Birgden entgegentreten kann. Gertrud Grotthaus leitet für den anwesenden Kreis aus den zurück liegenden Informationsblöcken die Marschrichtung ab, die sich aus einem Gespräch mit Bürgermeister Bernhard Tholen für die Zukunft der Gemeinde-Spielplätze ergeben hatte.

Anlass war die durchgesickerte Absicht, den Spielplatz an der Gaterstraße zu schließen. Der liegt pikanterweise gegenüber dem KAB-Treffpunkt mit der Hausnummer 61. Während die Politik der Meinung ist, es mangele an Kindern, die den Spielplatz aufsuchen könnten, argumentierten Anwohner und Kenner der Materie, dass der Flecken lediglich deshalb meist verwaist sei, da sich auf dem Platz nur eine Rutschbahn befinde.

Das war im August vorigen Jahres. Die Ideensammlung ist jetzt, rund ein Jahr später, bereits auf einem hohen Niveau, wie die Runde am Montagabend reflektierte.

Von den fünf öffentlichen Spielecken müssten nicht alle erhalten bleiben (wenn die Anwohner nicht entsprechendes Engagement bekunden würden), räumten die Initiatoren ein, die anstelle derer einen zentral angelegten „Spielraum” - nicht ausschließlich für Kleinkinder - erwarten.

Von dieser Idee beseelt, hatten sich sogar Mütter mit ihrem Nachwuchs zu einem Kreativseminar zusammengetan, um Vorstellungen auch plastisch darstellen zu können.

Im Pfarrheim gab es ein solches Modell, in der Saalmitte drapiert, dazu begleitende Fotos. Eine Ortsteilkarte zeigte die vorhandenen Freizeitangebote, beispielsweise den Bolzplatz und die Skaterbahn. Aus den Wohnquartieren waren alte Straßenzüge respektive junge Baugebiete zu Dorfteilen zusammengefasst, um einen demografischen Eindruck der dort lebenden Menschen zu bekommen.

Brigitte Mols erläuterte die Zahlen, belegte, dass in Birgden 100 Kinder unter drei Jahre Lebensalter aufwachsen, 110 Menschen zwischen 80 und 100 Jahre alt sind und die stärkste Gruppe, nämlich 965 Personen zwischen 40 und 59, wie auch die meisten Kleinstkinder sowie die Jugendlichen bis zur 18 Jahre-Grenze im Südosten des Dorfs leben. Daraus ließ sich ableiten, an welchem Ort eventuell ein Generationen-Spielplatz gebaut werden könnte.

Die Grundhaltung der Initiatoren wurde in diesem Kontext noch einmal deutlich: „Kinder brauchen Spielräume”, appellierte Brigitte Mols und führte als abschreckendes Beispiel den Platz Gaterstraße an, „wir leiden an einem rasanten Verlust von Freiräumen in den Wohngebieten.”

Zustimmung kam aus der Runde, auch die Bobachtung von Eltern, dass Kinder selbst von „langweiligen Spielplätzen” sprechen - und sie meiden. Ein wenig Inspiration könne man aus Niederbusch mitnehmen, hieß es, wo vor 20 Jahren für Kinder und Ältere ein Dorfplatz geschaffen worden sei, der seit 20 Jahren seinen Auftrag erfülle.

Realistisch betrachtet gebe es zurzeit keine Fläche für die Ausarbeitung eines weitgehend naturbelassenen Spielraumes. „Möglichkeiten, sie zu schaffen, böten sich aber schon”, hielt die Runde fest. Fasse man notwendige Verkehrssicherheit, Schallschutz und Beleuchtung, Unterhalt und Aufsicht zusammen, könnten die Kinder im Bereich hinter der Schule der Begegnung „auf Abenteurer gehen”.

Dort könne man dem neuen Spielraum eventuell noch Restflächen zuordnen. Für die Ausstattung eines solchen Areals hatte die KAB-Runde bereits Beispiele geliefert, niederländische Einflüsse nicht ausgeschlossen.

Gertrud Grotthaus schloss den Abend mit der Bitte, vor allem mit den Kindern weiter Ideen zu entwickeln, die demnächst in einer weiteren Fragebogen-Aktion abgerufen würden. Die Ergebnisse, hofft man, spätestens im Dezember den Kommunalpolitikern nahebringen zu können.
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