In wenigen Tagen ist das alte Hallenbad Geschichte

Von: Udo Stüßer
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Das sind die Reste des Geilenkirchener Hallenbades, in ein bis zwei Wochen sind sie verschwunden. Im September soll dann mit dem Neubau begonnen werden. Foto: Udo Stüßer
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Mit dem fünften Bauabschnitt wird am Montag, 10. August, begonnen. Mitte Oktober sollen die Arbeiten fertig sein.
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Technischer Beigeordneter Markus Mönter hat auch in Zeiten leerer Kassen viel zu tun.

Geilenkirchen. In ein bis zwei Wochen ist das Geilenkirchener Hallenbad endgültig Geschichte. Kein Stein wird mehr an das imposante Bauwerk erinnern. Dann wird die Firma Frauenrath den Baukörper mit einer Grundfläche von 2500 Quadratmetern für immer und ewig beseitigt haben. Derzeit laufen die Ausschreibungen für Rohbauarbeiten, Dach- und Stahlbauarbeiten und für die Installation von Heizung, Lüftung und Sanitäreinrichtung.

„Da der Neubau des Hallenbades mit Kosten von 7,65 Millionen Euro veranschlagt ist, müssen diese Arbeiten europaweit ausgeschrieben werden“, erklärt Geilenkirchens Technischer Beigeordneter Markus Mönter. Laut europäischem Recht müssten alle mehr als fünf Millionen Euro teuren Projekte europaweit ausgeschrieben werden. „Lediglich 20 Prozent der Leistungen dürfen in nationalen Vergabeverfahren vergeben werden“, so Mönter.

Im September, so der Zeitplan, entscheidet der Stadtrat über die Vergabe, sodass dann mit dem Neubau begonnen werden kann. Bis Mitte nächsten Jahres folgen die weiteren Ausschreibungspakete für den Innenausbau, für Maler-, Fliesen- und Tischlerarbeiten sowie Beleuchtung. Über die Organisation, Termin- und Kostenplanung wacht weiterhin der Projektentwickler Constrata. Beim Abriss ist auch der Kreis Heinsberg als Untere Abfallbehörde eingebunden. Er wacht darüber, dass das von der Stadt aufgestellte Entsorgungskonzept eingehalten wird.

Beigeordneter Markus Mönter hat aber nicht nur dieses Großprojekt im Auge. Nachdem in den vergangenen Jahren im Rahmen des „Integrierten Handlungskonzept Stadtzentrum“ ein Großteil des Stadtkerns erneuert wurde, soll nun Bauabschnitt fünf in Angriff genommen werden. Hierbei handelt es sich um den Bereich Konrad-Adenauer-Straße zwischen den Einmündungen Theodor-Heuss-Ring und Alte Poststraße. Baubeginn ist Montag, 10. August.

Mitte Oktober sollen die Arbeiten, für die 350.000 Euro einkalkuliert wurden, abgeschlossen sein. Die Konrad-Adenauer-Straße ist in diesem Bereich während der Bauphase gesperrt. Der Verkehr wird über den Theodor-Heuss-Ring und über die Herzog-Wilhelm-Straße umgeleitet. Alte Poststraße und Friedlandplatz sind vom Kreisverkehr Konrad-Adenauer-Straße/Herzog-Wilhelm-Straße über den Parkplatz erreichbar. Eine weitere Umleitung wird es über die Straße „An der Friedensburg“ geben.

Ist auch dieser fünfte Bauabschnitt fertiggestellt, wurden in die Innenstadtsanierung insgesamt seit 2008 rund 5,2 Millionen Euro investiert, gefördert wurden die Maßnahmen mit knapp 2,5 Millionen Euro.

Eine knappe Million Euro wird die Stadt in die Sanierung des Parkhauses hinter dem Rathaus stecken. Gleich nach den Ferien fällt der Startschuss für die Maßnahme, Mitarbeiter des Bauhofes werden die Betonoberflächen sanieren. Die Erneuerung der Fahrbahnflächen wird ausgeschrieben. Von Herbst bis Sommer werden die Arbeiten dauern, weil das Parkhaus immer nur abschnittsweise gesperrt werden soll.

In Vorbereitung ist die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Prummern. Hier sollen neue Sozial- und Mannschaftsräume für Schulungen und Besprechungen entstehen, im Herbst ist Baubeginn. Da die Wehrleute selbst Eigenleistung angekündigt haben, rechnet Markus Mönter mit Kosten in Höhe von 255.000 Euro. Wesentlich günstiger im Hochbaubereich ist die weitere Umrüstung von städtischen Gebäuden auf LED-Technik. Das Rathaus, die Anita-Lichtenstein-Gesamtschule und das Parkhaus an der Friedensburg sind bereits umgerüstet. Ende des Jahres wird die Turnhalle an der Gesamtschule mit einem finanziellen Aufwand von 55 000 Euro mit LED-Technik versehen. Die Maßnahme wird mit 30 Prozent bezuschusst.

Weitergeführt wird der Endausbau der Blasiusstraße im Stadtteil Gillrath. Die 300.000 Euro teure Maßnahme soll laut Planung am 18. Dezember beendet sein. Bereits im Oktober fertiggestellt soll der Ausbau von Eburonen-, Merowinger- und Karolingerstraße sein. Hier entstehen für 800.000 Euro neue Kanäle, Straßen und Gehwege. Und dann sind es noch kleine Maßnahmen wie die Fahrbahnerneuerung der Mühlenstraße in Müllendorf im September und Oktober für 150.000 Euro und der Bau eines Gehweges an der Heinsberger Straße von Mitte September bis Mitte November mit einem Aufwand von 170.000 Euro, die Markus Mönter beschäftigen.

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