Übach-Palenberg - In Scherpenseel wird die Nacht zum Tag

In Scherpenseel wird die Nacht zum Tag

Von: agsb
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Das Stadtprinzenpaar der KG Scherpe-Bösch-Wenk mit Tina und Jörg Schneider ist außer Rand und Band. Foto: agsb

Übach-Palenberg. Spätestens seit der Galasitzung am vergangenen Samstagabend hat Scherpenseel seinen offiziellen Partytempel. Die Mehrzweckhalle an der Grundschule erlebte eine sehr stimmungsvolle Galasitzung.

Die KG Scherpe-Bösch-Wenk ließ zum 60-jährigen Jubiläumsfest die Puppen tanzen. Die bunte Mehrzweckhalle war an sich gut gefüllt, Karnevalsmuffel wurden keine gesichtet, und alle waren ganz genau wie die KG selbst bestens drauf. So gab es bereits beim Einmarsch des eigenen Stadtprinzenpaares Jörg I. und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Tina großes Aufsehen, am Abend sollten noch ein brillantes Feuerwerk gezündet werden. Zu Beginn wurde die KG Ulk aus Kelmis in Belgien begrüßt, hier trumpfte die Jugend mit eigener Show-Nummer auf. Die Garde der Scherpe-Bösch-Wenk wie auch die beiden Mariechen Jasmin Schneider und Jenny Gillessen zeigten, dass die KG im tänzerischen Bereich keine Nachwuchssorgen hat.

Es gab am Abend zwei Programmpunkte, die ganz weit oben in der Gunst des Publikums standen. Da war zum einen Oli der Köbes, der Megabrüller der Galasitzung. Dass der Köbes ein Meister seines Faches ist, zeigt sein Terminkalender, in dem nur noch eine Handvoll Termine frei sind. Der Köbes präsentierte rheinischen Humor vom Feinsten, Scherpenseel war aus dem Häuschen, und die vorhandenen Taschentücher reichten für die Lachtränen nicht aus.

Und ein weiterer Knaller des Abends war die eigene Showtanzgruppe „Mascerade“. Die Damen im guten Seniorenalter zeigten sich zunächst als bunte Clowns recht närrisch, holten dann Amadeus mit seiner Damengarde aus Wien in die Mehrzweckhalle. Ein lautes, langgezogenes „Oooooh“ ging durch die Halle bei den Verwandlungskünstlerinnen, als die Wiener Hofgarde aufmarschierte und zum närrischen Opernball bat.

Noch ahnte keiner, dass dieser Auftritt ausgerechnet im 20. Jubiläumsjahr der Truppe der letzte Tanz sein sollte. „Abtreten wollen wir auf dem Höhepunkt“, hatten sich die Damen einst geschworen und erlebten nach der persönlichen Laudatio durch Präsidentin Silva Börger minutenlange stehende Ovationen und Tränen in den Augen des Publikums.

Elke Jöris aus den eigenen Reihen musste bei der Laudatio auf Chefin Hildegard Beckers schlucken. Und dann präsentierte „Mascerade“ sich von einer Seite, die man bisher nicht kannte. Hildegard Beckers sang zunächst alleine und nachher zusammen mit Helmi Schildberg ein eigens komponiertes Lied und präsentierte das „Hätz von Scherpenseel“, anschließend folgte das Weltmeisterlied „Ein Hoch auf uns“. Scherpenseel sang mit, es waren bewegende Momente auch als Vorsitzender Manfred Börger den Damen eine eigene Jubiläumstorte präsentierte.

Die Programmpunkte waren sehr gut gesetzt. So nutzte H.P. Johnen sein Heimspiel in der Region und brachte die Halle mit seiner Trompete auf Touren. Marwisch und sein Freund Julius aus der Tasche präsentierten die Kunst des Bauchredners. Julius ließ hier Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch bei einer Aufgabe zur Mengenlehre lange rechnen. Es ging hoch her, in der Mehrzweckhalle flossen die Lachtränen. Die Pointen kamen im Sekundentakt, da blieb kein Auge trocken. Wie auch beim „verdötschten Tanzpaar“: Die Leverkusener rockten die Halle.

Der Tulpenheini aus Eynatten in Belgien ist ein bunter Exportschlager aus dem Nachbarland und wusste seine Fangemeinde zu begeistern. Zu später Geisterstunde rückten die Fidelen Geister aus Niederaußem an. Die Funken- und die Tanzgarde brachten weiteren Schwung in den Tempel, die Nacht wurde zum Tag.

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