In Lichtermeer und Labyrinth den Weg zur eigenen Mitte finden

Von: mabie
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Der Runde Tisch Jugendpastoral hatte im Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Dionysius Ubach ein spezielles Labyrinth aufgebaut, das den Weg zur eigenen Mitte erleichtern sollte. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Etwas war anders an diesem Freitag in 16 Kirchen des Kreises Heinsberg. Denn stimmungsvolles Kerzenlicht, ruhige, in Gedanken versunkene Menschen und Öffnungszeiten bis um Mitternacht zeigten, dass hier die „Nacht der offenen Kirchen” stattfand. Genauer gesagt war dies der zweite Teil dieser Veranstaltung, denn bereits am 25. September haben zwölf Gemeinden teilgenommen.

Ziel ist es, ganz unkompliziert zu kommen und zu gehen, Räume zu entdecken, Gedanken zu teilen, sich bei interessanten Programmen zu treffen. Und dabei konnten die vielen hundert Besucher an diesem kalten herbstlichen Abend das vielfältige Engagement von Christen aus unserer Mitte entdecken.

Im Stil von Taizé

So auch in Geilenkirchen, wo neben der Katholischen Kirchengemeinde St. Johann Evangelist Prummern mit einem Programm zum „Wort Gottes” in der Bibel auch die Evangelische Kirchengemeinde Hünshoven teilnahm. Pfarrer Till-Karsten Hesse und sein Team hatten das Kirchenschiff in eine Oase des Lichtes und der Ruhe verwandelt.

Viele Kerzen, bequeme Sitzkissen und warmes, orangefarbenes Licht hüllten die Gäste ein. Im Stil von Taizé gehalten war das dazugehörige Abendgebet. Dank der Chorgemeinschaft „Takt” und der Liturgie von Pfarrer Hesse konnten die Menschen am Ende der Woche zur Ruhe kommen. „Sich im Gebet Gott öffnen, die Nähe Gottes feiern, die Kraft der Auferstehung Christi spüren, Kerzen anzünden, eine Feier der Hoffnung mitten im trüben Herbst”, so Hesse auf die Frage nach den Zielen an diesem Abend. Natürlich kamen die Menschen noch bei Tee, Gebäck und Musik aus Taizé zusammen im Gemeindehaus und begingen zum Abschluss noch ein Nachtgebet mit wunderschönen Gesängen.

Musik gehörte auch bei der Evangelischen Kirchengemeinde in Übach-Palenberg fest zum Programm. Eine Gospel-Andacht lud zum Mitmachen ein, ein Überraschungsfilm war zu sehen und „Quergedacht - schräge Gedanken zum Nachdenken” waren zu hören. Dank eines offenen Endes für „Nach(t)denkende” blieb auch der Nachtsegen nicht aus.

Runder Tisch Jugendpastoral

„Wie finde ich in dieser hektischen Zeit zu meiner Mitte?”: darüber dachten vor allem junge Menschen im Pfarrhaus der katholischen Pfarrgemeinde St. Dionysius in Übach nach. Der Runde Tisch Jugendpastoral hatte eigens dazu ein ganz spezielles Labyrinth erdacht.

In der sich zur Mitte hin verjüngenden Spirale waren neben ein paar spärlichen Lichtern auch Gegenstände, Bücher und mehr zu finden, um die Gedankenwelt anzuregen.

Das Angebot richtete sich besonders an Jugendliche, die auf dem Weg durch das Labyrinth ein wenig oder sogar viel mehr Selbsterfahrung sammeln konnten. Gerade die bewusste Abkehr der in der Gesellschaft hoch im Kurs stehenden „geraden Bahn” zeigt, dass das Leben nicht immer so verlaufen kann, wie es sich der Einzelne wünscht. Mit ständigen Wendungen, guten oder weniger guten, der Spiegelung menschlicher Sehnsüchte und der Erfahrungen in der eigenen Gedankenwelt förderte der Runde Tisch die Auseinandersetzung mit der Suche nach dem Sinn.
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