In gemütlicher Runde Kontakte knüpfen

Von: a.s.
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Gemütliches Beisammensitzen und in Kontakt kommen, an diesem Abend sogar mit Livemusik - das ist es, was die Ehrenamtler mit dem Abendcafé erreichen möchten. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Im Hintergrund Livemusik mit Klavier, Querflöte und Saxophon, neben sich ein netter Gesprächspartner und vor sich eine Tasse Kaffee, vielleicht auch ein belegtes Brötchen - so lassen sich schon einige Abendstunden gemütlich verbringen.

Dieses Angebot des Zusammensitzens und Redens bieten die Ehrenamtler des Wohnheims Mutter Teresa nicht nur ihren derzeit 24 und 28 Patienten, sondern auch interessierten Menschen von außen - und das nun schon seit fünf Jahren.

Jeden ersten und dritten Dienstagabend im Monat bereiten sie den großen Aufenthaltsraum des Nebengebäudes, genannt Pavillion, für die kommenden Gäste vor: Brötchen oder manchmal auch Hawaii-Toast werden zubereitet, die Tische für das Buffet und die Getränke müssen bereitgestellt und dekoriert werden, und den Kaffee darf man nicht vergessen.

Neben den regelmäßig wechselnden Essensangeboten bieten die Ehrenamtler allen Gästen jeden ersten Dienstag im Monat ein Highlight. So, wie in der vergangenen Woche die Livemusik, werden alle vier Wochen interessante oder unterhaltsame Persönlichkeiten eingeladen. Als nächstes Highlight kommt am 2. März ein Zauberer aus Geilenkirchen zu Besuch.

Ebenfalls anwesend waren auch schon Mitarbeiter einer Zoohandlung, der Feuerwehr und häufig auch Menschen, die viel durch die Welt reisen und gerne davon erzählen. Durch diese Aktionen soll der „Kontakt nach außen hergestellt werden, damit sich die Bewohner verbunden fühlen”, erklärt Siegfried Seide, einer der Ehrenamtler aus der Gruppe „IdeE - Integration durch ehrenamtliches Engagement”.

Entstanden ist die Gruppe der Ehrenamtlichen, die nun stolz auf ihre fünfjährige Geschichte zurückblicken, aufgrund eines deutschlandweiten Aufrufes der Hochschule Münster, an dem sich auch der Caritasverband beteiligte. Dabei ging es darum, die Beteiligung behinderter Menschen im Alltag zu fördern. Aus diesem Thema bildete sich die Idee heraus, Ehrenamtler in Einrichtungen wie das Wohnheim Mutter Teresa einzubringen. Die nun acht bis zwölf Mitwirkenden wurden in den ersten zwei Jahren nach Beginn der Aktion wissenschaftlich begleitet, um die Erfolge ihrer Arbeit festzuhalten. Danach sollten die Aktivitäten eigentlich wieder eingestellt werden. Doch in Geilenkirchen entschied man sich dafür, das Abendcafé weiterzuführen. Denn etwas, das auf gute Resonanz stößt, sollte man nicht aufgeben. Mittlerweile habe sich dieses Projekt so etabliert, erklärt Anneliese Gernikeites, die für die Ehrenamtlichen verantwortlich ist, „dass es gar nicht mehr wegzudenken ist aus dem Aktionsfeld des Hauses”.

Doch nicht nur das Abendcafé wird den Bewohnern geboten. Auch gemeinsame Spaziergänge, Back- und Bastelstunden und auch Ferienaktivitäten werden begleitet, wodurch das gemeinschaftliche Gefühl gestärkt werden kann.

Für die musikalische Unterhaltung an diesem Abend des Jubiläums sorgten zwei Schülerinnen und ein Lehrer der Musikschule Geilenkirchen. Am Keyboard begleitet Jaques Jütten die zwei Jungmusikerinnen Carolin Drießen (Altsaxophon) und Anja Cleven (Querflöte). Für ihn war es jedoch nicht der erste Auftritt in diesem Haus, erklärt der Musiker. Er und eine Gruppe um ihn sind schon öfters der Einladung des Hauses gefolgt, doch an diesem Abend habe er nun zum ersten Mal die beiden Schülerinnen mitgebracht.

Etwas mehr Resonanz wäre gut

Eine Resonanz auf das Abendcafé ist momentan vorhanden, doch, so finden alle Ehrenamtler, es könnte deutlich mehr sein. Plakate, die unter anderem in der Stadtbücherei und der Kreissparkasse aushängen, kündigen die nächsten Abende sowie ihre Highlights an. Auch Interessenten für das ehrenamtliche Mitwirken sind immer herzlich willkommen.
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