In einer Stunde rund um Immendorf

Von: Markus Bienwald
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Mit der Schere ans Absperrband: Kassierer Jürgen Plein (l.), Vorsitzender Willi Hocks (2.v.r.) und der stellvertretende Vorsitzende Hubert Schever (r.) gaben mit Bürgermeister Georg Schmitz (2.v.l.) den neuen Wanderweg rund um Immendorf symbolisch frei. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. „Dass das Projekt solche Formen annehmen würde, hätten wir nie gedacht“, sagte Jürgen Plein bei der offiziellen Eröffnung des Wanderwegs rund um Immendorf. Im Herbst ist das Projekt des Obst- und Gartenbauvereins Immendorf gestartet, eigentlich auch, weil im eigentlichen Vereinsleben nicht mehr so viel zu tun war.

Auch aus Verbundenheit zur Heimat, zu der neben Immendorf auch immer Apweiler und Waurichen gehören, machten sich die Vereinsmitglieder daran, einen eigenen Rundwanderweg um den Ort einzurichten.

Dazu waren neben viel eigener Arbeit auch die Kooperation mit der Stadt Geilenkirchen und das Finden von Sponsoren zu erledigen. „Das haben wir aber alles geschafft: Wir arbeiteten ganz hervorragend mit der Verwaltung zusammen und haben in den Vereinen und einigen Sponsoren großzügige Geldgeber gefunden, die uns dabei halfen, unsere Ideen auch umzusetzen“, berichtet Plein, Kassierer des Vereins, weiter.

Am Sonntagvormittag war es dann soweit. Nach einer kurzen Begrüßung auf dem Sportplatz, auf dem dank Franz Laumen, gute Seele von Rhenania Immendorf, die alten Lautsprecher vom Aachener Tivoli noch mal zu Ehren kamen, ging es auf die rund vier Kilometer messende Rundstrecke.

Noch bevor Geilenkirchens Bürgermeister mit der Vereinsspitze um den Vorsitzenden Willi Hocks, Stellvertreter Hubert Schever und Geschäftsführer Manfred Bings mit einem symbolischen Schnitt durchs Absperrband den Weg freigab, zählte Jürgen Plein die vielen Arbeitsschritte auf.

So wurden nicht nur rund 500 Tonnen Kalksplitt auf unbefestigten Wegen verteilt, es wurden auch unzählige Bäume und Sträucher angepflanzt. Damit die Besucher auf dem immer offenen Weg auch wissen, ob ihnen gerade Blutahorn, Blutbuche, Schwarznuss oder Douglasfichte gegenüberstehen, haben die fleißigen Ehrenamtler vom Obst- und Gartenbauverein noch eine Beschilderung für die Gehölze installiert. Dazu gibt es sechs Bänke, eine Streuobstwiese und eine ausgewiesene Beschilderung des Wanderweges. „Falls sich jemand mal verläuft“, meinte Jürgen Plein augenzwinkernd dazu.

Sehenswert ist die Natur rund um Immendorf, Apweiler und Waurichen in jedem Fall, nun führt ein passender Weg in rund einer Stunde Wanderzeit um die Orte. Wer bei der offiziellen Eröffnung, bei der es am Sportplatz dank des fleißigen Teams der Rhenania noch etwas für Leib und Magen gab, nicht selbst laufen konnte, für den hielt Gerd Maibaum mit Traktor und Anhänger noch eine weitere Möglichkeit bereit, den Weg kennenzulernen.

„Wir planen außerdem noch, Schilder mit den bei uns heimischen Tieren anzubringen“, meinte Jürgen Plein abschließend. Damit ist das Projekt Wanderweg aber noch nicht abgeschlossen, denn die findigen Leute vom Obst- und Gartenbauverein, die für ihre Idee sogar den zweiten Grünen Umweltpreis von Geilenkirchen ernteten, haben sicherlich noch ein paar gedankliche Setzlinge mehr im Köcher.

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