Geilenkirchen - In einer Minute vom Büro zur Feuerwehr

In einer Minute vom Büro zur Feuerwehr

Von: g.s.
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Dirk Beemelmanns, Gerd Quadfli
Dirk Beemelmanns, Gerd Quadflieg, Florian Stelten, Carmen Aretz und Jens Thelen (v.l.) zählen unter anderem zur so genannten Verwaltungsstaffel der Geilenkirchener Feuerwehr, die jetzt über diese Garage für ihr Einsatzfahrzeug verfügt. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Feuerwehrausfahrt bitte freihalten”, steht auf dem Schild an der großen Garage hinter dem Rathaus. Als Unterstellplatz für ein Löschfahrzeug ansonsten nicht erkennbar, ist dies der einzige Hinweis auf die Funktion, welche die Garage hat.

„Diese kleine aber wichtige Einweihungsfeier ist ein weiterer Schritt zur Stabilisierung unserer Feuerwehr”, eröffnete Bürgermeister Thomas Fiedler die Feststunde aus Anlass der Übergabe des Mini-Feuerwehrgerätehauses. Dank der Nähe zum Rathaus könne nun gewährleistet werden, dass die ersten Feuerwehrkräfte innerhalb der geforderten acht Minuten am Einsatzort wären. Das habe seinen Grund in der so genannten Verwaltungsstaffel, denen derzeit acht Feuerwehrkräfte angehören.

Carmen Aretz, Dirk Beemelmanns, Ralph Dechene, Heiner Dyong, Hans-Gerd Hillemacher, Gerd Quadflieg, Florian Stelten, Jens Thelen und Ralph Weber stehen in Diensten der Stadt und haben eines gemeinsam: Sie alle gehören einer freiwilligen Feuerwehr an. Für die neun städtischen Bediensteten ist es also nur ein kurzer Weg bis zum Feuerwehrfahrzeug hinterm Rathaus, innerhalb einer Minute ist das geschehen.

Das ist auch Sinn und Zweck der im August des vergangenen Jahres etablierten Verwaltungsstaffel, die seitdem tagsüber bei allen zeitkritischen Einsätzen im gesamten Stadtgebiet ausrückt. „Ab heute hat nun das Einsatzfahrzeug dieser Staffel ein Zuhause”, freute sich der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, Michael Meyer.

Der Stadtbrandmeister bedankte sich bei Bürgermeister Thomas Fiedler und dem Rat der Stadt, die sich trotz extrem angespannter Haushaltslage für die Umsetzung der Baumaßnahme eingesetzt hätten.

Personalschwache Zeit

Die Einhaltung der gesetzlich geforderten Hilfsfristen sei nicht nur für die Geilenkirchener Wehr in jüngster Zeit immer schwieriger geworden. Insbesondere zur personalschwachen Zeit am Tag habe es Probleme gegeben, die erforderlichen neun unterschiedlich qualifizierten Einsatzkräfte zeitgerecht innerhalb von acht Minuten an die Einsatzstelle heranzuführen.

„Es lag daher nahe, den Feuerwehrleuten, die im hiesigen Rathaus tätig sind, im Ernstfall den umständlichen Weg über die unterschiedlichen, doch recht weit entfernten Gerätehäuser zu ersparen und hier an diesem Ort die Voraussetzungen zu schaffen, ein unmittelbares Ausrücken dieser Kräfte vom Arbeitsplatz zu ermöglichen”, nannte Michael Meyer einen entscheidenden Vorteil. Zusätzlich zu den der Geilenkirchener Feuerwehr angehörigen Wehrleuten habe man zwei im Rathaus beschäftigte aktive Kameraden aus Gangelt und Selfkant für die Mitarbeit in der Staffel gewinnen können.

„Nur durch die Einrichtung dieser Einsatzeinheit und die Umstrukturierung unserer Feuerwehr konnte bisher auf Einstellungen von hauptamtlichen Feuerwehrbeamten verzichtet werden”, verwies Michael Meyer auf diesen Umstand. Durch die Tatsache, dass das alte Löschfahrzeug der ehemaligen Löscheinheit Nierstraß für die Verwaltungsstaffel zur Verfügung stand, habe man auf die Beschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges verzichten können. Aufgrund dieser kostenneutralen Lösung konnte die Verwaltungsstaffel ihren Einsatzdienst aufnehmen.

Nierstraß-Transfer entfällt

Bisher habe aber kein geschützter Unterstellplatz in Rathausnähe für das Fahrzeug zur Verfügung gestanden. Deshalb musste es täglich vom alten Gerätehaus Nierstraß zum Rathaus und zurück gefahren werden. „Mit der Inbetriebnahme dieser Garage gehört nunmehr auch dieses Provisorium der Vergangenheit an”, freute sich der Stadtbrandinspektor.

Jetzt fehle lediglich noch eine sachgerechte Unterbringungsmöglichkeit für die persönliche Schutzausrüstung der Einsatzkräfte, einschließlich einer Umkleidemöglichkeit.

Michael Meyer wünschte den Kameraden der Verwaltungsstaffel alles Gute, auf dass sie unversehrt von den Einsätzen zurückkehren mögen. Pfarrer Peter Frisch ergänzte die guten Wünsche mit der Bitte um den Segen Gottes für diesen neuen Platz der Helfer.
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