Geilenkirchen - In der Gemeinde Selfkant auf den Spuren europäischer Geschichte

In der Gemeinde Selfkant auf den Spuren europäischer Geschichte

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Geilenkirchen. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah´? An diese altbekannte, aber selten geschätzte Erfahrung mögen die meisten der 60 Mitglieder und Gäste gedacht haben, als sie sich in diesem Jahr zum Sommercafe der Europa-Union Geilenkirchen trafen. Zum ersten Mal fand dieses sommerliche „Kaffeetrinken” nicht in Geilenkirchen, sondern in der Heinsberger Region statt.

Und mit dem Ortsteil Millen in der Gemeinde Selfkant hatte der Vorstand der Europa-Union ein wahres touristisches und historisches Juwel in der Heimatregion ausgesucht.

Während sich 20 Europafreunde dank ihrer Muskelkraft mit dem Zweirad auf dem Weg nach Millen machten, nutzten die übrigen Mitglieder und Gäste des Stadtverbandes die kräfteschonende PS-Zahl ihres Automobils, um das erste Ziel des Nachmittags, die Propsteikirche in Millen, zu erreichen.

Hier erwartete Küster Gotthard Grein die historisch interessierten Besucher zu einer eindrucksvollen Führung. Er ließ mit seinen Erzählungen die Geschichte der fast 1000 Jahre alten Kirche lebendig werden und wusste unter anderem zu berichten, dass die Kirche teilweise aus Maaskieseln gebaut worden ist, dass sie einmal eine Benedektinerpropstei war und dass die wunderschöne Qurinuskapelle zu einer späteren Zeit errichtet wurde.

Anschließend ging es in die Zehntscheune, die seit ihrer umfangreichen Renovierung Mitte der neunziger Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Einwohner der Gemeinde und auswärtige Gäste geworden ist.

Hier erwartete die inzwischen hungrig gewordenen Ankömmlinge ein von fleißigen Händen zahlreicher Mitglieder der Europa-Union ausgestattetes Kuchenbuffet, während die beiden Mitglieder Christa Abels und Marita Pelzer für die bunt gedeckte Kaffeetafel gesorgt hatten.

>Kein Wunder, dass sich mit den Besuchern aus Geilenkirchen auch der Bürgermeister der Gemeinde Selfkant Herbert Corsten dieser einladenden Tafel erfreute. „Für unsere Gemeinde ist es eine große Freude, dass gerade die Europa-Union Geilenkirchen hier erstmalig zu Gast ist”, hieß Bürgermeister Corsten die Besucher herzlich willkommen.

„Denn die Geschichte Europas”, so Corsten weiter, „hat auch in der Gemeinde Selfkant ihre Spuren hinterlassen, was nicht immer einfach für die hier lebenden Menschen war.” Mittlerweile verdanke man aber der öffentlichen Förderung seitens Europäischer Kommission, Bund und Land eine sehr positive Entwicklung, die sich vor allem im Erscheinungsbild der Gemeinde widerspiegele. „Der Selfkant” sei inzwischen zu einer touristischen Marke geworden, die weit über die Grenzen der Region hinaus strahle.

„Dass die drei Gemeinden Gangelt, Waldfeucht und Selfkant hier seit einigen Jahren an einem Strang ziehen, ist nicht hoch genug zu bewerten”, lobte Corsten die gemeindeübergreifenden Marketingaktivitäten im westlichen Zipfel Deutschlands.

„Heimat steht nicht für eine nostalgische und träumerische Begriffsduselei, sondern das Be-kenntnis zur Heimat, und das erkennen immer mehr Menschen, bildet den geistigen und kulturellen Nährboden für uns, um überhaupt die europäischen Ideale des friedlichen Zusammenlebens und der gegenseitigen Anerkennung verwirklichen zu können.

Mit diesen Worten dankte der Vorsitzende der Europa-Union Geilenkirchen, Prof. Gerd Wassenberg, Bürgermeister Corsten und Gotthard Grein für die herzliche Aufnahme in Millen und den beiden Organisatorinnen sowie den Kuchenspenderinnen für ein wahrlich gelungenes und lange in Erinnerung der Teilnehmer haftendes Sommercafe 2010.
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