In den Staaten seine Schützen nicht vergessen

Von: Georg Schmitz
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Norbert Schönauer in seinem kalifornischen Domizil mit Schützenhut seiner St.-Sebastianus-Bruderschaft und der ihm aus Anlass seiner 50-jährigen Mitgliedschaft verliehenen Urkunde. Repro: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Name Schönauer ist vielen Ur-Geilenkirchenern noch ein Begriff, denn Hans Schönauer war Ende der 50er Jahre Bürgermeister der Stadt an der Wurm. Heute lebt der Großteil der Familie in den USA, einige Schönauers halten aber noch immer Kontakt zu ihrer Heimat.

Hier wuchs er auf, besuchte die Volksschule auf dem Hünshovener Berg (spätere Realschule, heute Janusc-Korczak-Schule) und verbrachte eine sorglose Jugend. Den Vater in der Vorbildfunktion, trat Norbert Schönauer, beim Frühschoppen 1960 in der Stadthalle „angeworben”, in die Vereinigten St.-Sebastianus- und Junggesellenschützenbruderschaften Geilenkirchen ein.

1963 wanderte Norbert Schönauer nach Amerika aus und lebt heute mit seiner in Frankreich geborenen Ehefrau Victoria in Marina/Kalifornien. Seine Heimatstadt hat Norbert Schönauer, aus dessen Ehe Sohn Eric und Tochter Eleonore hervorgingen, aber nie vergessen: „Ich kann mich noch erinnern, dass auf der Wurmbrücke ein weißer Strich aufgemalt wurde, vor dem die Schützen beim Festzug Dazu gehört Norbert Schönauer, der als Sohn des damaligen Bürgermeisters am 1. Juli 1941 in Geilenkirchen das Licht der Welt erblickte. immer umgekehrt sind.” Hintergrund: Die Linie stand als Symbol für die Trennung von Geilenkirchen und Hünshoven. Auf der einen Seite machten die Geilenkirchener, auf der anderen Seite die Hünshovener Schützen stets kehrt. „Damals stand auf dem Markt noch ein Pavillon, und die Kapelle Reuters aus Köln spielte zum Frühschoppen”, weiß Norbert Schönauer noch aus seiner Schützenzeit.

Vier Monate nachdem er in die USA ausgewandert war, zog ihn die US-Armee ein. „Ich bin in der Armee geblieben und nach 26 Dienstjahren 1989 pensioniert worden”, skizziert Norbert Schönauer seinen beruflichen Weg. Unter anderem hat er auch zwölf Jahre in Deutschland sowie in Frankreich und im marokkanischen Casablanca gedient.

Mutter Elisabeth Schönauer stammt aus der alten Schützenfamilie Dürbaum, sein Onkel, Bezirksschornsteinfeger Leo Dürbaum, war sogar einmal Kaiser der Bruderschaft. Die Beziehung zu den Schützen besteht bis heute, er ist ihnen auch im fernen Amerika treu geblieben und nach fünf Jahrzehnten noch immer Mitglied.

Aus diesem Grund bekam Norbert Schönauer vor wenigen Wochen Urkunde und Orden zum 50-jährigen Jubiläum zugesandt. Darüber hat er sich sehr gefreut und den Schützen seinen Dank ausgesprochen. Schützenmeister Hubert Wapelhorst ist naturgemäß stolz auf den Schützenbruder aus den USA, für ihn ein Beweis, dass Norbert Schönauer die Bruderschaft in guter Erinnerung hält.

Und wenn Norbert Schönauer seine Schwester Hildegard in Oberursel besucht, schaut er gerne noch in Geilenkirchen rein. Hier geht er zur Grabstätte seiner Eltern auf dem zentralen Friedhof, schlendert an seinem Elternhaus in der Konrad-Adenauer-Straße 190 vorbei.

Internationalität ist in seiner Familie groß geschrieben. Aus der Ehe mit seiner französischen Frau ging der in den USA geborene Sohn Eric hervor. Dessen Ehefrau Daniele stammt aus Australien, und die drei Kinder wurden in Korea, im Oman und in Stockholm/Schweden geboren; sie wohnen derzeit in Wien. Norbert Schönauers Tochter Eleonore kam in Landstuhl zur Welt, Ehemann und Kind in den Vereinigten Staaten: „Wie man sieht, ist bei uns eine kleine Uno zu Hause.”

Trotz all dieser Internationalität hängt er an seiner Heimat, auch wenn sich zwischenzeitlich viel verändert hat. „Ich habe eine schöne und glückliche Zeit in Geilenkirchen verbracht”, sagt Norbert Schönauer, „und ich werde meine Heimat nie vergessen.”
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