In den Autohäusern laufen jetzt die Drähte heiß

Von: Georg Schmitz
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2500 Euro Abwrackprämie gibt es für ein altes Auto, wenn es verschrottet wird. Die Verbraucher nehmen das Angebot jetzt schon rege an. Foto: ddp

Geilenkirchen/ Gangelt/ Übach-Palenberg. Die „Abwrackprämie” ist vom Kabinett beschlossen, muss aber noch von Bundestag und Bundesrat bestätigt werden. Diese Prämie wird von der Autoindustrie als Schritt in die richtige Richtung und als Erfolg zur Ankurbelung der Konjunktur gewertet.

Obwohl die genauen Modalitäten noch nicht eindeutig geklärt sind, können sich bereits jetzt viele Autohändler vor Nachfragen nicht retten, was eine Umfrage bei regionalen Autohäusern beweist.

„Ganz klar, bei uns macht sich die Umweltprämie schon bemerkbar”, freut sich Hubert Schultes. Seit einer Woche gebe es eine verstärkte Nachfrage nach Neuwagen, einhergehend mit der Verschrottung des alten Autos. Die Interessenten hätten aber noch Fragen: „Wie kommen wir an die Prämie, wenn wir unser altes Auto verschrotten?” Das Autohaus Schultes in Geilenkirchen erledige alle Formalitäten für die Kunden: „Vom Ausfüllen des Antrags für die Umweltprämie bis zur Anmeldung des neuen Autos”, erklärt Jürgen Schultes. Der Antrag könne seit drei Tagen im Internet heruntergeladen werden. „Das ist ein gutes Mittel, um den Autoverkauf weiter anzukurbeln”, ist sich Jürgen Schultes sicher.

Beim Autohaus Bischof in Übach-Palenberg laufen die Drähte seit dieser Woche heiß. „Das Telefon steht nicht mehr still, das ist kaum noch zu bewältigen”, berichtet Matthias Töller. Kein Mensch wisse im Moment richtig, wie es geht, aber alle wollten sich die 2500 Euro Abwrackprämie holen. Die Anrufer interessierten sich besonders für Kleinwagen. Töller geht von einem vollen Erfolg der „Bezuschussung durch den Staat” aus. Das gehe aus der außergewöhnlich hohen telefonischen Nachfrage schon jetzt hervor.

„Die Prämie ist für uns ein absoluter Segen”, bringt es Hans-Jürgen Zimmermann auf den Punkt. Das Geilenkirchener Autohaus feierte im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen - und direkt im Anschluss kam die Finanzkrise. Zimmermann hat einen Flyer in Auftrag gegeben mit dem Motto „Jetzt oder nie”.

Er rechnet auf dem Flyer vor, wie preiswert beispielsweise ein Kleinwagen zum „Normalpreis” von 9900 Euro derzeit zu kriegen ist: „2500 Euro Abwrackprämie plus 2500 Euro Händler-Rabatt, da zahlt der Kunde für einen Neuwagen nur noch 4990 Euro. Wir hatten selten so viele Kunden im Haus, wie in den vergangenen Tagen.”

Etwas vorsichtiger äußert sich Franz-Dieter Krükel. „Es gibt noch viele offene Fragen, wir müssen erst einmal abwarten”, sagt der Inhaber von Auto Krükel in Gangelt, sieht aber optimistisch in die kommenden Monate: „Viele Menschen werden die Chance nutzen, die müssen aber auch ein altes Auto zu Hause stehen haben.”

Vereinzelt würden Kunden bei ihm nachfragen, aber es herrsche eben noch mehr Klärungsbedarf.
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