Geilenkirchen - Im Winter neue Gartenideen sammeln

Im Winter neue Gartenideen sammeln

Von: Georg Schmitz und Carolin Ohlenforst
Letzte Aktualisierung:
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In den Gewächshäusern von Michael Stahl werden seit September Kalthauspflanzen gezogen. Die Gewächse kommen im März in den Verkauf. Fotos (2): Georg Schmitz Foto: Georg Schmitz
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Der Experte für Garten- und Landschaftsbau Christian Dortants schmiedet im Winter Pläne.

Geilenkirchen. Auch den Gartenbaubetrieben machen die frostigen Temperaturen zu schaffen, aber Diplom-Ingenieur Christian Dortants aus Frelenberg sieht das ziemlich gelassen. „Der Winter ist ideal, um in Ruhe neue Gartenideen zu sammeln“, lautet seine Devise. Gartenbücher und Pflanzenkataloge böten den Menschen viele Anregungen für den kommenden Frühling und würden beim Entdecken schöner und außergewöhnlicher Pflanzen helfen.

„Bei der Rückschau auf die vergangene Gartensaison und mit Blick auf das kommende Gartenjahr kann ich in Ruhe Pläne schmieden“, sagt der Experte für den Garten- und Landschaftsbau. Für die Liebhaber von Gärten sei jetzt der ideale Zeitpunkt, sich von Fachleuten beraten zu lassen, bevor die Zeit der Pflanz- und Pflegearbeiten beginne. Der Winter sei oft das „Stiefkind“ in der Gartengestaltung, und es sei schade, wenn der Garten nach dem Herbst in einen Dornröschenschlaf verfalle. „Es gibt auch Pflanzen, die für den Winter interessant sind. Wenn die möglichst nah am Haus gepflanzt werden, sind sie schön vom Fenster aus zu sehen“, erklärt Christian Dortants. Mit Licht könnten besonders markant gewachsene Pflanzen im Winter hervorgehoben und mit LED-Leuchten gezielt eine schöne Stimmung im Garten erzeugt werden. Er sollte es wissen, denn sein von ihm an der Geilenkirchener Straße gegründeter Betrieb feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Seine sechs Mitarbeiter haben auch jetzt im Winter noch genügend Beschäftigung.

In den Gewächshäusern von Michael Stahl ist in der kalten Jahreszeit ebenfalls einiges los. „Seit September werden bereits Kalthauspflanzen gezogen“, erzählt der Inhaber des Garten- und Pflanzbetriebes unweit der Auffahrt Gillrath zur Umgehungsstraße. Die Gewächse kommen im März in den Verkauf. Zu den Frühblühern zählen neben den allseits begehrten Stiefmütterchen auch Primeln und Vergissmeinnicht.

„Die Kalthauspflanzen brauchen keine Temperaturen wie die Pflanzen, die in Treibhäusern herangezogen werden“, sagt Michael Stahl. Bei rund 20 Grad werden seit Dezember allerdings andere Stecklinge unter Kunstlicht gezogen. Das Tageslicht im Winter reiche für Blumen wie Geranien, Margariten oder Petunien nicht aus.

Der Energiebedarf für die fünf Gewächshäuser von Michael Stahl steigt im Winter gegenüber dem Sommer um rund das zehnfache. „Die Heizung läuft acht Monate im Jahr und wird nur während der Sommermonate ausgeschaltet“, sagt Stahl während er auf seinen größten Kostenfaktor blickt. Innerhalb von 48 Stunden müssen er und die beiden Mitarbeiter 25 000 Stecklinge in Platten setzen. 300 000 bis 400 000 Pflanzen sind es im Jahr, die Michael Stahl umsetzt.

Er leitet den von seinem Großvater Theodor 1931 an Hommerschen gegründeten, 1955 an die Sittarder Straße verlegten und von Vater Johann 1999 übernommenen Betrieb in der dritten Generatio. Und mit Tochter Christine steht auch schon die Nachfolgerin fest. Sie hat erst jüngst auf der Internationalen Pflanzenmesse in Essen den dritten Platz im „Straußwettbewerb“ geschafft – unter starker Konkurrenz aus ganz Deutschland. Die Familie Stahl sieht nun der Frühlingssaison entgegen, wenn das Geschäft im wahrsten Sinne des Wortes richtig floriert.

Auch die Gärtner des Bauhofs der Stadt Geilenkirchen blieben und bleiben von eisigen Temperaturen nicht verschont. Beispielsweise nahmen sie vor kurzem den Winterschnitt „In der Au“ vor. „Das Pflanzen von neuem Gewächs ist bei einer Temperatur von minus fünf Grad jedoch nicht möglich“, sagt Burkhard Claßen, Mitarbeiter des Bauhofes. Wolfgang Jansen, Leiter des Bauhofs der Stadt Geilenkirchen, fügt hinzu: „Sobald kein Frost mehr im Boden vorhanden ist, fangen wir an, die Pflanzungen von Bäumen und Sträuchern vorzunehmen.“

Der Winterschnitt dagegen kann am besten bei niedrigen Temperaturen und Frost gemacht werden, da das Gelände dann gut zu erreichen ist.

Und ab dem 1. März ist das Entfernen von Grünschnitt ohnehin nicht mehr möglich, da ab dieser Zeit die Brutzeit beginnt.

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