Gangelt - Im Wildpark frieren nur die Grünbären

Im Wildpark frieren nur die Grünbären

Von: Karl-Heinz Hamacher
Letzte Aktualisierung:
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Und wieder gibt es Hafer: Arno Schmitz bringt den Eseln im Wildpark Gangelt ihr Futter. Die können es kaum abwarten.

Gangelt. Winter im Gangelter Wildpark - na und? „Den Tieren macht das gar nichts”, erläutern Klaus Drees und Erwin Jansen als alterfahrene Mitarbeiter des 40 Jahre alten Parks. „Es ist nur schade, dass so wenige Besucher kommen”, sehen die beiden potentielle Gäste durch Horrorszenarien, die mit „Daisy” geschürt wurden, abgeschreckt.

Dabei bietet der Wildpark wirklich eine herrliche Winterlandschaft, die zum wandern oder Schlitten fahren einlädt. Der Eingangsbereich ist aus Sicherheitsgründen geräumt, der Rest hat eine fest Schneedecke. „Wirklich im Winterschlaf befinden sich bei uns nur die Murmeltiere”, so Klaus Drees. Die verabschieden sich schon im Oktober in ihre Bauten und kommen erst wieder ans Licht, wenn der Osterbetrieb beginnt.

Eine „Teilruhe”, so erfährt man im Wildpark vom Fachmann, gibt es beispielsweise bei den Bären und Waschbären. Die kommen ab und an zum Fressen aus ihren Höhlen, um sich dann wieder genüsslich auszuruhen. Entsprechend weniger muss hier gefüttert werden.

Mächtig was los ist hingegen schon bei Nerz, Iltis, Katze und Fuchs. „Rollzeit” heißt dass, was dafür sorgt, dass irgend wann im Sommer der Tierpark in Gangelt wieder über eine reichhaltige Kinderstube verfügt.

Geht es denn wirklich keinem schlecht bei diesem Wetter? „Doch”, wirft Astrid Neiss, die Pächterin des Wildblick, in die Runde: „Den beiden Grünbären ist immer kalt”, und zeigt auf die in deftiges Grün gewandten Jansen und Dress, die sich bei einer Tasse Kaffee wärmen. Es seien ja europäische Wildtiere, die in Gangelt gehalten werden, so die beiden. „Denen geht„s wahrlich besser als uns”, sind sie sich einig. Die Tiere fühlen sich sogar wohl und sind durch ihre Pelze gegen die Kälte geschützt. Probleme würde es nur dann geben, wenn es starken Frost ohne Schneedecke geben würde. „Dann würde die Wasserversorgung schwierig.”

Leichte Probleme hat allerdings Arno Jansen, wenn er zum Füttern raus fährt, die vielen Schlösser, die durch den eisigen Wind dieser Tage eiskalt sind, zu öffnen. Dann ist warmes Hauchen gefragt und nach einigen Minuten sind die Türen offen.

Auch gut die Hälfte der Greifvögel ist in der Falknerei an ihrem Platz geblieben. Nur die kleineren Tiere sind in die Voliere umgezogen. „Das hat aber nichts mit der Kälte zu tun”, so Falkner Erwin Jansen.

Füchse auf der Jagd

Es geht darum, das jetzt zum Beispiel Füchse auf Jagd sind und für die wäre ein kleiner, angebundener Falke ein Festschmaus. Nur Freiflüge gibt es in nächster Zeit nicht. Die Tiere sollen ihre Fettschicht behalten, um dann im Frühjahr bei den beliebten Flugshows wieder das Publikum begeistern.
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