Im Höchsttempo durch das Internet surfen

Von: mabie
Letzte Aktualisierung:
breitbandbosch_bu
Ubach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (l.), Ideengeber Steven McLarren (M.) und der Geschäftsführer von „NetAachen”, Andreas Schneider, wagten einen Ausblick auf die schnelle Internetverbindung für den Stadtteil Boscheln ab Ende 2011. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Schnelle Internetleitungen mit 16.000 oder gar 25.000 Kilobit pro Sekunde liefern die Voraussetzung für schnelles und stressfreies Hantieren im Internet. Da erscheinen die momentan in Boscheln maximal verfügbaren 1000 Kilobit, von denen meist nur 384 Kilobit übrig bleiben, fast als Anachronismus.

„Manche Gewerbetreibenden haben ihre Daten teils auf CD gebrannt und sind damit zu ihrem Empfänger gefahren”, erzählt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Diese Umstände sollen ab dem vierten Quartal 2011 Geschichte sein. Denn nachdem die Verhandlungen mit der Telekom als Netzinhaber wegen ungeklärter Fragen in Zuständigkeit und Finanzierung nur im Sande verlaufen waren, hat sich „NetAachen” als regionaler Versorger angeboten, die 2180 Haushalte, die in Boscheln unter der Vorwahl 02404 erreichbar sind, fit fürs schnelle Internet zu machen.

Grundlage ist dabei die so genannte VDSL-Technik, bei der an den bestehenden zwölf Übergangspunkten aus dem Netz der Telekom in die lokalen Häuser zusätzliche Technik installiert wird. Die letzten Meter bis zum eigentlichen Hausanschluss werden dann neu verkabelt, und schon werden Geschwindigkeiten von 25.000 und 50.000 Kilobit pro Sekunde möglich.

„Die Telekom wollte während der langen Verhandlungsphase immer wieder einen Eigenanteil der Stadt, der zunächst bei 55.000 Euro lag und später auf 90.000 Euro anwuchs”, berichtet der Verwaltungschef von den Verhandlungen. Diese starteten im Herbst 2008, wurden vom Stadtrat durchweg wohlwollend begleitet.

Urheber der Idee des schnellen Netzes auch in Boscheln ist der Vorsitzende der Jungen Union, Steven McLarren. Er startete eine Umfrage im betroffenen Stadtteil, deren Ergebnis war, dass mehr als die Hälfte der Befragten mit der Internetversorgung mehr als unzufrieden waren. „Viele haben nicht geglaubt, dass wir mit unserer Initiative Erfolg haben werden”, blickte McLarren bei der Vorstellung des Vorhabens am Freitag im Rathaus zurück.

Für Wolfgang Jungnitsch ist diese Nachricht nicht nur ein Weihnachtsgeschenk, sondern gleichzeitig der erste Haken hinter einem Wahlversprechen, mit dem er als Bürgermeisterkandidat angetreten ist. „Ursprünglich habe ich mir das aber wesentlich einfacher vorgestellt”, gestand er. Gerade vor dem Hintergrund des kommenden Baugebietes „St. Rochus” zwischen Rochusstraße und Roermonder Straße sah er den kommenden Ausbau durch „NetAachen” als „Sprung in eine andere Dimension”.

Andreas Schneider, Geschäftsführer von „NetAachen” und mit seiner Firma schon länger als Telekommunikationsdienstleister für die Stadt Übach-Palenberg tätig, freute sich ebenfalls. „Dies ist das erste Projekt von uns in dieser Art”, unterstrich er, „aber wir werden im vierten Quartal 2011 die ersten Kunden aufschalten können”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert