Im giftigen Brandrauch niemals alleine

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Die Feuerwehr Gangelt kann sich über 13 neue Atemschutzgeräteträger freuen. Foto: Oliver Thelen

Gangelt. Unter der Leitung von Brandinspektor Manfred Rabben absolvierten 13 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Gangelt ihren Atemschutzgeräteträgerlehrgang. Dabei wurde insbesondere die körperliche und geistige Fitness getestet.

In dem 40-stündigen Lehrgang wurde den Teilnehmern theoretische und praktische Fähigkeiten vermittelt, um im Ernstfall mit Hilfe von Atemschutzgeräten im giftigen Brandrauch arbeiten zu können. In dieser lebensfeindlichen Umgebung gehen Atemschutzgeräteträger immer nur truppweise, also zu zweit oder zu dritt vor, so dass einer den anderen unterstützen kann. Somit ist auch gewährleistet, dass bei Problemen im Gefahrenbereich kein Feuerwehrangehöriger alleine ist. Grundsätzlich stehen für Notfälle zudem Sicherheitstrupps für die eingesetzten Kräfte bereit. Um die in Not geratenen Einsatzkräfte schneller ausfindig machen zu können, sind die Atemschutzgeräte mit so genannten Bewegungslosmeldern ausgestattet. Bleibt der Atemschutzgeräteträger, beispielsweise nach einem Unfall oder Sturz, längere Zeit regungslos, gibt die Warneinrichtung einen lauten und schrillen Ton von sich.

Um auf zukünftige Einsätze vorbereitet zu sein, fand ein Teil der praktischen Ausbildung in den Kriechkellern der Gesamtschule in Gangelt statt. In diesen dunklen, engen Gängen bekamen die Teilnehmer einen ersten Eindruck vom Vorgehen in verqualmten Gebäuden. Außerdem absolvierten die Teilnehmer mehrere Durchgänge auf der Atemschutzstrecke im Feuerschutzzentrum Erkelenz. Die körperliche Fitness wurde bei verschiedenen Belastungsübungen unter Beweis gestellt. Hierbei mussten die Atemschutzgeräteträger unter voller Ausrüstung unter anderem die Treppenstufen im rund 20 Meter hohen Wohnheim der Via Nobis sowie in der Gesamtschule Gangelt mehrmals erklimmen.

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang ist der Grundstein für die Tätigkeit im Atemschutztrupp. Von nun an müssen die Teilnehmer, wie auch alle anderen Atemschutzgeräteträger, ihre Tauglichkeit einmal im Jahr unter Beweis stellen. Bevor die neuen Atemschutzgeräteträger eigenständig eingesetzt werden können, sollen sie sich zunächst mit den Eigenschaften eines Brandes vertraut machen. Hierzu werden 13 Einsatzkräfte in Kürze ein Seminar an einer Wärmeerfahrungsanlage besuchen.

Neben regelmäßigen medizinischen Untersuchungen müssen Atemschutzgeräteträger zudem jährliche Belastungsübungen und praktische Einsatzübungen bzw. echte Einsätze unter Atemschutz absolvieren

Gemeindebrandinspektor Günter Paulzen zeigte sich als Leiter der Feuerwehr Gangelt zufrieden mit seinen Einsatzkräften. Er bedankte sich für die Bereitschaft, Verantwortung für und in der Gesellschaft zu übernehmen. Der Feuerwehrdienst sei eine große Herausforderung und die Anforderungen an die dreizehn Teilnehmer seien mit der erfolgreichen Teilnahme an diesem Lehrgang erheblich gestiegen. Er betonte die große Bedeutung des Eigenschutzes und wünschte den Teilnehmern, sicher von jedem Einsatz zurück nach Hause zu kommen. Anschließend händigte Günter Paulzen folgenden Feuerwehrangehörigen die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme aus: Jens Buchkremer, Löscheinheit (LE) Birgden; Chris Ditter, LE Birgden; Daniel Gerullis, LE Gangelt; Robert Gossen, LE Langbroich-Harzelt; Jonas Hilgers, LE Schierwaldenrath; Lars Janßen, LE Stahe-Niederbusch; Marcus Jendrusch, LE Schierwaldenrath; Kai Lorenz, LE Gangelt; Christian Meiritz, LE Gangelt; Jan Oidtmann, LE Stahe-Niederbusch; Michael Reichenberger, LE Stahe-Niederbusch; Lars Sentis, LE Gangelt; Jost Wienen, LE Schierwaldenrath.

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