Ihr Herz schlägt für Australien

Von: Georg Schmitz
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Neben den Galeristinnen Sabine Haider (unten) und Brit Susann Hanstein ist auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch ein Fan der derzeit in Schloss Zweibrüggen ausgestellten Kunst der Aborigines. Foto: Georg Schmitz

Übach-Palenberg. Brit Susann Hanstein schwärmt von Australien und seinen Ureinwohnern. Wenn die Übach-Palenberger Galeristin auf die Aborigines zu sprechen kommt, nimmt das Schwärmen kein Ende mehr, und es sprudelt ununterbrochen aus ihr heraus.

Jahrelang hat Brit Susann Hanstein in Australien gelebt, und das erklärt ihre Liebe für das unendlich große Land.

Vor zehn Jahren kehrte sie nach Deutschland zurück, doch wenn die sympathische Frau ihr Leben reflektiert, ist zu spüren, dass ihr Herz noch immer für Australien schlägt und hier speziell für die Aborigines. Hanstein möchte, dass sich die Deutschen anderen Ländern, anderen Kulturen öffnet und ist gerade dabei, die Menschen in der Region für das Australien der Aborigines zu interessieren.

Galerie für Aborigine-Kunst

Das will sie mit einer Ausstellung von Kunstwerken australischer Ureinwohner im Schloss Zweibrüggen erreichen. „Wir stellen seit neun Jahren in Deutschland aus und sind die älteste Galerie für Aboriginal Art”, sagt Hanstein. Das „Wir” bezieht sich unter anderem auf Sabine Haider, die gemeinsam mit Brit Susann Hanstein die Ausstellung im Schloss bestückt. Beide Galeristinnen teilen die Leidenschaft für die Kunst der ersten Australier. Haider ist Direktorin und Eigentümerin der von ihr vor 16 Jahren gegründeten Galerie Central Art in Alice Springs/Australien.

Sabine Haider war eigens für die Ausstellung aus Australien angereist und wurde bei der Vernissage von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch herzlich willkommen geheißen. „New Beginnings” ist der Titel der Ausstellung, und Jungnitsch bezeichnete diese als „ein großes Ereignis in Übach-Palenberg”. „Kunstwerke schärfen unseren Blick für das Geflecht von kleinen Dingen, Situationen und Stimmungen, die wir üblicherweise übersehen. Sie erweitern und verändern die Wahrnehmung und fordern dadurch den Betrachter zu neuen Denkmustern und Verhaltensweisen heraus”, so der Bürgermeister. Man müsse die ganze Aufmerksamkeit auf das Gezeigte konzentrieren. Die Ausstellung lade alle Interessierten dazu ein, sich auf die Sichtweisen der australischen Künstler einzulassen, sie versammele nicht nur ausgesuchte Werke, sie eröffne auch neue Perspektiven. Jungnitsch: „Lassen Sie sich verzaubern von den eindrucksvollen Bildern und der farbintensiven Vielfalt an Arbeiten der Aboriginal Art.”

Brit Susann Hanstein dankte der Stadt für deren Unterstützung bei der Ausstellung. „Es wird nicht mehr lange dauern, dann wird Übach-Palenberg in einem Atemzug mit der Kunst der Aborigines genannt”, war sich die Galeristin sicher.

Eine große Unterstützung bei der Zusammenstellung der Präsentation habe sie auch aus Australien gehabt. Die Kunst der Aborigines werde derzeit auch im Museum Ludwig ausgestellt und Werke dieser dort vertretenen führenden Künstler seien im Schloss Zweibrüggen zu sehen.

Hinder dem Abstrakten verbirgt sich eine Menge

In erster Linie seien es abstrakte Gemälde, die hier ausgestellt sind. „Aber hinter diesem abstrakten Teil ist viel mehr verborgen”, warb Hanstein für die Auseinandersetzung mit jedem einzelnen der 45 ausgestellten Kunstwerke.

„Jedes Gemälde ist ein Stück ihrer Identität”, sagt Brit Susann Hanstein. Die Aborigines würden oftmals ihre Träume auf die Leinwand transferieren. Die ausgestellten Werke zeigen individuelle Konzepte der Umsetzung dieser Träume und Fantasien. Daraus ergibt sich eine farbenprächtige Symbiose aus zusammengeführten Karos, Rechtecken, Kreisen, Strichen, Wirbeln und Punkten, die beim Betrachter viel Raum für Interpretationen lassen.

Die Ausstellung „New Beginnings” ist noch bis zum 30. Januar 2011 geöffnet.
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