Ideale Lebensräume an flachen Teichen im Bruchgelände

Von: Evelyn Breuers
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Mehr als ein halbes Dutzend dieser biotopähnlichen Wasserflächen, so genannten Blänken, sind bereits im Gangelter Bruch angelegt. Im Bild noch eine solche im „Rohzustand”. Foto: noch eine solche im „Rohzustand”.

Gangelt. Im Sommer 2010 sind dank der Bemühungen des ortsansässigen Naturschutzbunds Deutschland (NABU) und der Unteren Landschaftsbehörde im Gangelter Bruch südlich des Kahnweihers zwei Blänken nebst floristischer Anreicherung geschaffen worden.

Beide Verbände setzen sich innerhalb des Kreises für die Verwirklichungen der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege ein. In diesem Jahr war es ihnen möglich, eine Finanzierung für sechs Blänken über entsprechende Zuschussanträge sicherzustellen.

Blänken sind flache, natürliche Wasseransammlungen mit periodisch wechselndem Wasserstand. Das Besondere an ihnen ist, dass sie in den feuchteren Jahreszeiten, also Frühling, Herbst und Winter, Wasser führen, während sie im Sommer weitgehend austrocknen können. Nur in tieferen Zonen sollten dann immer noch Restwasserflächen vorhanden sein.

Aufgrund dieser wechselnden Wasserstände werden Blänken, anders als dauerhaft Wasser führende Teiche, zu idealen Lebensräumen und wertvollen Biotopen für eine Tier- und Pflanzenwelt, die sich auf jahreszeitlich extrem schwankende Wasserstände eingestellt hat. Pflanzen wie Binsen, Seggen oder Sumpfdotterblumen, die an anderen Standorten leicht durch schnellwüchsigere Arten verdrängt werden können, sind hier in der Lage, sich durchsetzten.

Für Tiere sind die Blänken besonders als Nahrungsreservoir attraktiv und bieten einen Schutz-, beziehungsweise Rückzugsbereich beispielsweise für flugunfähige Jungvögel.

Nach dem Bau der ersten beiden Blänken - sie befinden sich südlich des Freibads und nahe dem Rodebach - waren schnell die ersten Erfolge zu sehen. Es konnten so bereits Wasseruferläufer, Bachstelzen, Rohrsänger, verschiedene Frosch-, Libellen- und Heuschreckenarten und viele andere Tiere beobachtet werden.
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