Übach-Palenberg - Hundewiese: Ein tierisches Vergnügen ganz ohne Leine

Hundewiese: Ein tierisches Vergnügen ganz ohne Leine

Von: Markus Bienwald
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Ralf und Marion Iven freuen sich als Pächter der Hundewiese in Übach-Palenberg mit ihrem Rüden Jay darüber, dass die Wiese schon kurz nach Eröffnung überaus gut besucht ist. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Irgendwann kam der Zeitpunkt, da waren Marion und Ralf Iven es satt. Sie konnten aufgrund der herrschenden Bestimmungen ihren Rüden Jay nirgends frei laufen lassen. „Als Hundehalter kennt man das Problem: auf dem freien Feld geht es nicht, im Wald auch nicht und auf den Wegen schon mal gar nicht“, sagt Ralf Iven. So trat er mit dem Anliegen, doch einmal über eine Hundewiese in Übach-Palenberg nachzudenken, an die Stadtverwaltung heran.

Dort wurden beim für Grundstücksfragen zuständigen Amt von Wirtschaftsförderer Heinz Waliczek und seinem Team schnell Pläne gesichtet und Flächen gesucht und mit der Wiese nahe des „Ü-Bades“ schnell ein Platz gefunden, wo das Freilaufen für die geliebten Vierbeiner zum echten Vergnügen werden kann.

Freilaufflächen sind in den Kommunen in der Region eher Ausnahme statt Regel. Zwar verweisen die umliegenden Kommunen immer gerne auch auf die schöne ländliche Lage im Grünen. Doch eine offizielle Hundewiese wie sie nun die Stadt Übach-Palenberg über private Pächter anbieten kann, gibt es im näheren Umkreis nicht.

Bei eingezäunten und per Zugangstor gesicherten 8000 Quadratmetern Fläche, einem schön hügeligen Gelände, und nicht zuletzt dem schön matschigen Wasserbecken im hinteren Bereich, lässt der „Möppi“ sich auf der neuen Hundewiese gerne mal ableinen. „Es kommt uns darauf an, den Hunden über das freie Laufen auch soziale Kontakte anzubieten“, so Marion Iven. Denn – das weiß jeder Hundebesitzer – die Hunde fühlen sich unangeleint im Kontakt mit ihren Artgenossen viel wohler und reagieren ganz anders.

Das war auch bei der offiziellen Eröffnung der Wiese durch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch gut zu beobachten. Natürlich wurde hier und da mal die Rangfolge klar und deutlich abgesteckt, doch Ärger untereinander oder gar kämpfende Hunde waren nicht auszumachen. „Sollte es Ärger geben, sprechen wir mit den Beteiligten, und meistens klärt sich alles ganz schnell auf“, so Ralf Iven.

Jeder kann hier mit seinem Hund herkommen, bei Tieren, die einen Maulkorb tragen müssen, ist dieser allerdings auch auf der Hundewiese Pflicht. „Ansonsten können sich die Tiere hier frei bewegen“, so Marion Iven. Allerdings sollten Frauchen und Herrchen dabei die festen Hinterlassenschaften der vierbeinigen Freunde selbst entfernen und entsorgen, damit sich das Areal auch beim nächsten Besuch bestens nutzten lässt.

Da die Wiese von der Stadt zur Verfügung gestellt wird und die Ivens das Ganze als Pächter betreiben, müssen sie zur Kostendeckung und für Investitionen auch einen Beitrag für die Nutzung verlangen. Eine Monatskarte kostet zehn Euro, ist übertragbar, pro Tag und Hund gibt es auch Karten für Einzelbesuche, die dann pro Tier mit einem Euro berechnet werden.

„Was wir nach Abzug der Instandhaltungskosten übrig behalten, wird dem Tierschutz gespendet“, sagt Ralf Iven, der betont, dass mit der Wiese kein Geld verdient werden soll. „Wir finanzieren alles privat, ohne jegliche Unterstützung“, betont er, das Ganze betrachten er und seine Frau als Hobby. Und es gibt mindestens einen, der sich darüber ebenso freut, wie die mehr als 200 vier- und zweibeinigen Gäste am Eröffnungstag.

Denn für Jay ist es ein Vergnügen, sich auf der Wiese am Rande der Stadt mit den anderen „Kollegen“ zu treffen und sich mal auf einer freigegebenen Fläche ohne den ständigen Leinenzwang ausgiebig zu beschnüffeln. Dafür gibt es übrigens auch eine zur Eröffnung gespendete Ruhebank und eine ausrangierte Bushaltestelle, die seitens der Stadt auch bei nicht so feinem Hundespazierwetter für trockene Hundehalter sorgt.

Da das Ganze allerdings als Hobby betrieben wird, kann die Wiese leider nicht den ganzen Tag zur Verfügung stehen. So sind die vorläufigen Öffnungszeiten täglich von 15.30 bis 18 Uhr, samstags und sonntags schon ab 15 Uhr.

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