Geilenkirchen-Hünshoven - Hünshovener Schützen sagen die Kirmes ab

Hünshovener Schützen sagen die Kirmes ab

Von: g.s.
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Die St.-Johannes-Schützenbruderschaft Hünshoven, hier mit dem Vorsitzenden Berto Latten, rechts neben Königspaar Horst und Ulla Brouwer, nehmen aus Verärgerung über die Absage des Schützenempfangs nicht an der Herbstkirmes teil. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Hünshoven. Die Hünshovener Schützen sind stinksauer: Nachdem Bürgermeister Thomas Fiedler aus finanziellen Gründen den Schützenempfang abgesagt hat (wir berichteten), haben die St.-Johannes-Schützen beschlossen, an den Veranstaltungen der Herbstkirmes nicht in Uniform teilzunehmen.

Josef Kouchen, Bezirksbundesmeister des Schützenbezirks Geilenkirchen, wollte die Entscheidung nicht kommentieren. „Das ist die alleinige Entscheidung der Hünshovener Bruderschaft”, sagte er. Gleichzeitig versicherte er: „Die Bauchemer und die Geilenkirchener Schützen werden ziehen.”

Diskutiert wurde die Teilnahme an der Herbstkirmes, bei der seit über 40 Jahren alle drei Bruderschaften aus dem Stadtzentrum Flagge zeigen, bei der Generalversammlung am Wochenende. „Wir sind wegen der Absage des traditionellen Schützenempfangs durch den Bürgermeister stinksauer”, erklärte der Vorsitzende der St.-Johannes-Bruderschaft Hünshoven, Berto Latten. „Nachdem mich die Absage am 24. September erreicht hat, habe ich den Bürgermeister am 27. September angerufen, konnte ihn aber nicht dazu bewegen, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken”, sagte Berto Latten.

Deshalb hätten die Hünshovener St.-Johannes-Schützen nach Abstimmung mit großer Mehrheit beschlossen, an den Veranstaltungen der Herbstkirmes 2010 nicht in Uniform teilzunehmen. Dies beziehe sich auf die Eröffnung am Freitagabend sowie den Frühschoppen und den Festzug am Sonntag. „Es ist den Schützen aber anheim gestellt, privat an den Veranstaltungen teilzunehmen. Wir möchten und werden nicht als Bürger der Herbstkirmes fernbleiben, um weiterhin die Verbundenheit mit der Bevölkerung und der Geschäftswelt zu dokumentieren”, so Berto Latten. Der Vorsitzende und auch ein Großteil der Schützenbrüder sind richtig sauer über die Entscheidung des Bürgermeisters.

Latten: „Auch die Bürger bringen kein Verständnis dafür auf, denn auf der einen Seite sollen die geringen Kosten für den Empfang in Höhe von etwa 800 Euro eingespart werden, auf der anderen Seite wird ein Wurmfenster installiert, das kaum jemand haben will.” Die Schützen und die Karnevalsgesellschaften würde es als erstes treffen, und gerade diese Vereine seien es, die viel für das Image der Stadt leisten würden.

Berto Latten ging auf die Landpartie und die damit verbundene Arbeit der Hünshovener Schützen ein: „Die Hünshovener St.-Johannes-Schützen richten seit über 40 Jahren die Landpartie für die Stadt Geilenkirchen aus, und wir stellen kostenlos unser Personal und Equipment zur Verfügung - ohne Miet- und Stromkosten für die Stadt”, erläuterte Latten.

Lediglich der Bauhof helfe später mit zwei Mitarbeitern beim Abbau. „Der Bürgermeister hätte vor der Absage einmal mit den Schützen reden sollen, es hätte sich sicher eine Lösung gefunden”, meinte Berto Latten und denkt dabei an Schützenmitglieder, die beim Empfang ihre Arbeitskraft kostenlos eingebracht hätten.
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