Geilenkirchen - Hühnerstall in Flammen: Angeklagter beteuert Unschuld

Hühnerstall in Flammen: Angeklagter beteuert Unschuld

Von: Herbert Keusch
Letzte Aktualisierung:

Geilenkirchen. Erneute Unterbrechung der Verhandlung: Das Gerichtsverfahren gegen einen 40-jährigen Heinsberger, dem Brandstiftung am Hühnerstall seines Nachbarn vorgeworfen wird, kann erst am 13. Juli fortgesetzt werden.

Schon im August 2008 soll es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen dem Angeklagten und einem Geschädigten gekommen sein. Am 1. September 2008 ging mitten in der Nacht nach 23 Uhr der Hühnerstall des Nachbarn des Angeklagten in Flammen auf.

Am Ende des zweiten Verhandlungstages platzte dem Angeklagten, der bisher zu den Vorwürfen geschwiegen hatte, der Kragen: „Nach den Zeugenvernehmungen wird doch deutlich, dass ich mit der Sache nichts zu tun habe, und jetzt wird die Verhandlung erneut unterbrochen und erst am 13. Juli fortgesetzt”, beschwerte sich der 40-Jährige, der sich seit dem 14. Mai 2009 in Untersuchungshaft befindet. „Das sehe ich anders”, war die Antwort der Staatsanwältin, die zum nächsten Termin drei weitere Zeugen vorladen lässt. Auch Richter Thomas Schönig ließ die Aussage des Angeklagten aufnehmen, weil damit ein Geständnis des Angeklagten ausgeschlossen erscheint.

Am zweiten Verhandlungstag wurde zunächst ein 19-jähriger Zeuge gehört, der hin und wieder Kontakt mit dem Angeklagten hatte. „Von dem Brand habe ich zunächst nichts mitbekommen, es war lediglich am nächsten Tag die Rede davon, dass es gebrannt haben soll”, sagte der 19-Jährige. Der Angeklagte habe ihn hin und wieder zu einem Bier eingeladen und dabei immer wieder über den Nachbarn hergezogen. „Er hat mich aufgefordert, diesem Nachbarn Schaden zuzufügen, sein Haus oder wenigstens seinen Hühnerstall anzuzünden.”

Der Angeklagte habe ihn auch aufgefordert, Flyer zu verteilen, in denen gegrillte Hähnchen vom Nachbarn angeboten worden seien. Er habe vielleicht zwei, drei Flyer in Briefkästen der Nachbarn gegeben, den Rest habe er in den Mülleimer geworfen. „Ich habe mit der Brandstiftung nichts zu tun, obwohl ich aus früherer Zeit weiß, wie man einen Molotowcocktail zusammensetzt”, ließ der Zeuge das Gericht aufhorchen. „Ich will zum Sachverhalt nichts mehr aussagen”, erklärte der 19-Jährige.

„Ich bin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und hatte über einen Notruf entsprechende Informationen, dass es gleich in meiner Nachbarschaft brennen würde”, sagte ein 23-jähriger Zeuge. Er sei über einen Feldweg zur Brandstelle gerannt, habe schon einmal ein Tor geöffnet, damit seine Kollegen schneller die Brandstelle erreichen. Gleichzeitig sei ein Auto angekommen, als er das Tor geöffnet habe. „In diesem Auto saß der Zeuge, den sie eben vernommen haben.” Der Brand sei relativ schnell gelöscht gewesen. Weitere Zeugen werden am dritten Verhandlungstag am 13. Juli gehört.
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