Hubertusmesse: Frisches Grün und kapitale Hirschgeweihe

Von: g.s.
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Bei der von der Jagdhorngruppe „Nimrod“ musikalisch gestalteten Hubertusmesse war die St.-Johann-Baptist-Kirche in Hünshoven mit frischem Grün und kapitalen Hirschgeweihen ausgestattet. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Traditionell gedenken die Jäger im Herbst ihres Schutzpatrons, dem Heiligen Hubertus mit einer Hubertusmesse. In den vergangenen Jahren beging der Hegering Geilenkirchen die Dankesmesse immer in der Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt.

Doch wegen der Brandschäden ist die Kirche im Zentrum der Stadt bis ins nächste Jahr nicht nutzbar, so dass die Jägerschaft erstmal in St. Johann Baptist in Hünshoven Einzug hielt.

Musikalisch gestaltet von der Jagdhornbläsergruppe Nimrod aus dem Selfkant, unter der musikalischen Leitung von Jo Beumers, fand das Ereignis mit über 200 Menschen auch am Sonntag wieder ein interessiertes Publikum. Die elf Jagdhornbläser begannen die für gemischte Bläsergruppen, 1970 von Hermann Neuhaus geschriebene, instrumental erklingende Hubertus-Messe mit dem „Introitus“, gefolgt von „Kyrie“, „Gloria“ und weiteren Jagdsignalen.

Des Jägers Ehrenschild

Der Vorsitzende des 116 Mitglieder starken Hegering Geilenkirchen, Theo Grein, hatte eingangs die Besucher begrüßt und kurz die Bedeutung der Hubertusmesse erläutert. „Es ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild, waidmännisch jagt, wies sich gehört, den Schöpfer im Geschöpfe ehrt“, zitiert Theo Grein immer eine alte Jägerweisheit. Die Jäger danken während der Messe ihrem Schutzpatron Hubertus für dessen Beistand und erbitten seinen Schutz auch für das kommende Jagdjahr.

Der Blick in die Geschichte führt in das Frankreich und Belgien des 19. Jahrhunderts zu den Ursprüngen der Hubertusmesse. Dort hatte sich anfänglich eine spezielle Liturgie für Parforcehörner entwickelt, die dem Gedenken an den Heiligen Hubertus zugeordnet wird. In Deutschland begann die Tradition der Hubertusmesse etwas später, wobei die Musikstücke mit „Fürst-Pless-Hörnern“ in der Regel in Es-Dur geblasen werden. Die Hubertusmesse wird oft im herbstlichen Wald aufgeführt, der durch seine prächtigen Farben, die Ernte der Früchte und die Jagd geprägt ist. Kirchen werden mit Utensilien aus Wald und Flur geschmückt.

Bei der Hubertusmesse in Geilenkirchen waren es neben frischem Grün auch zwei kapitale Hirschgeweihe. Im Anschluss an die Hubertusmesse bliesen die Musiker von „Nimrod“ im Innenhof von St. Johann noch einige Jagdsignale.

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