Hubertus Kühne ist neuer Präsident der Lions

Von: st
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Der alte und der neue Lions-Präsident: Achim Terberger (links) und Hubertus Kühne. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Noch während die Quecksilbersäule des Thermometers die 30-Grad-Marke überschreitet, denken Achim Terberger und Hubertus Kühne an den Geilenkirchener Nikolausmarkt. Für den alten und für den neuen Präsidenten des Lions-Clubs Übach-Palenberg/Geilenkirchen ist der nämlich wieder eine gute Gelegenheit, Geld einzunehmen.

Geld, das sie und ihre 42 Vereinsfreunde wieder in Not geratenen Menschen zukommen lassen oder für soziale Zwecke spenden. 3000 Adventkalender hat der Lions-Club in den vergangenen Jahren stets in der Vorweihnachtszeit an den Mann gebracht und so Jahr für Jahr 15.000 Euro eingenommen. Auch der Verkauf von Büchern, selbstgemachter Marmelade und Senf hat auf dem Nikolausmarkt ein erkleckliches Sümmchen eingebracht. Und mit vielen anderen Aktionen kam auch im vergangenen Jahr wieder ein Betrag zusammen, den die Verantwortlichen mit „im hohen fünfstelligen Bereich“ beziffern.

Im Amt des Präsidenten wurde jetzt ein turnusmäßiger Wechsel vollzogen. Der Geilenkirchener Apotheker Achim Terberger wurde von Hubertus Kühne abgelöst. Der Geilenkirchener Kühne, ebenso wie Terberger seit sechs Jahren bei den Lions, ist beruflich als Geschäftsführer einer Golfanlage in Eschweiler tätig.

Unter dem Motto „We serve“ (wir dienen) stellen die Lions den Dienst am Nächsten über den eigenen Profit. „Wir sind verlässliche Ansprechpartner für Menschen in Notlagen. Wir leisten ganz unbürokratisch Hilfe in den Situationen, in denen andere nicht können, wollen oder dürfen“, erklärt Achim Terberger. Der scheidende Präsident blickt am Ende seiner Amtszeit auf ein erfolgreiches Jahr. Zwar waren es in den vergangenen zwölf Monaten nicht die ganz spektakulären Fälle, mit denen der Freundeskreis Aufmerksamkeit erregte, aber es gab eine Vielzahl von Notfällen, in denen die Lions unbemerkt von der Öffentlichkeit aktiv wurden.

500 Euro erhielt jeder Geilenkirchener und Übach-Palenberger Kindergarten, jede Grundschule sogar 1000 Euro. Dieses Geld wurde überwiegend für die Anschaffung von Spielmaterial und Einrichtungsgegenständen genutzt. Lions-Quest, ein Jugendförderprogramm der Lions, mit dem Lebenskompetenzen für Kinder und Jugendliche vermittelt werden, und Klasse 2000, das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule wurden im vergangenen Jahr wieder finanziell unterstützt. Aber auch an die Erdbebenopfer in Italien wurde gedacht.

Ziehen Terberger und Kühne Bilanz, denken sie auch an die Frau, die aufgrund ihrer kleinen Rente große Geldprobleme hatte und ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen konnte. Kurzerhand wurde ihr Konto unbürokratisch von den Lions ausgeglichen. Oder an den Frelenberger Verein, für den die Lions ein geleastes Fahrzeug finanzieren, damit er auch behinderte Menschen transportieren kann. „Wir Lions wurden vom Glück bevorzugt, den Benachteiligten möchten wir so etwas zurückgeben“, nennt Terberger einen Grund für die große Hilfsbereitschaft. Dabei seien die Lions, so betonen Terberger und Kühne unisono, kein elitärer Kreis. „Unsere Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Berufen und haben die unterschiedlichsten Verbindungen zur Gesellschaft. Was sie aber alle haben, ist Lebenserfahrung“, sagt der neue Präsident Hubertus Kühne. Während Terberger jetzt als Past-Präsident in die zweite Reihe zurückgetreten ist, steht schon fest, wer im nächsten Jahr Kühne im Amt ablösen wird: Der derzeitige Vizepräsident Erich Latten wird dann aufrücken.

Aber auf Kühne wartet zunächst einmal viel Arbeit, immerhin besteht der internationale Lions-Club in 2017 100 Jahre. Dann wollen auch die Lions aus der Region mit einigen Veranstaltungen auf sich aufmerksam machen. Gemeinsam mit sechs weiteren Lions-Clubs aus der Aachener Region wollen die Geilenkirchener und Übach-Palenberger 100 Organspendeausweise generieren. Eine Auftaktveranstaltung ist am 9. März auf Burg Baesweiler geplant. Und am 20. Mai will der Helferskreis gemeinsam mit den Lions aus Alsdorf und Baesweiler-Herzogenrath in Eschweiler ein großes Golfturnier für den guten Zweck aufziehen. Was die Lions künftig aber nicht mehr wollen, steht auch fest: Auf dem Nikolausmarkt sollen keine Marmeladen und kein Senf mehr angeboten werden. Dafür will man für andere Überraschungen sorgen und so den Spendentopf füllen, damit die Lions auch im kommenden Jahr wieder sagen können: „We serve“.

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