Hospizbewegung Camino Geilenkirchen ist seit 15 Jahren im Einsatz

Von: g.s.
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Bei Renate Kaspar (l.) und Christine Thöner (2.v.l. im Gespräch) sowie den anderen Hospizhelferinnen konnten sich Interessierte über die Arbeit von „Camino” informieren. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Den Umzug von der Konrad-Adenauer-Straße in die Räumlichkeiten des St.-Elisabeth- Krankenhauses nahm die Hospizbewegung Camino Geilenkirchen schon im vergangenen Jahr zum Anlass, sich der Bevölkerung vorzustellen.

Nun hatte der ambulante Hospizdienst zum zweiten Mal die Bürger zum „Tag der Begegnung” eingeladen. Hier konnten sich Interessierte über die Aufgaben eines Hospiz-Dienstes informieren. Ziel der Öffentlichkeitsarbeit ist es aber auch, Menschen für die ehrenamtliche Arbeit bei Camino zu gewinnen.

Der ambulante Hospizdienst hat sich zum Ziel gesetzt, unheilbar Kranke, ihre Angehörigen und Freunde in ihrer vertrauten Umgebung zu unterstützen und zu begleiten. Dazu gehören Hilfestellungen in der Auseinandersetzung mit der Krankheit, persönliche Gespräche, Vorlesen, Singen und Beten, Spaziergänge, Dasein und Zuhören sowie Abschied und Sterben.

Jede Begleitung ist so individuell, wie die Wünsche und Bedürfnisse des Schwerkranken und seiner Angehörigen. Dies alles wird nach intensivem Vorbereitungskurs von ehrenamtlichen Hospizhelfern geleistet. Doch wer sich auch nur ein paar Stunden einbringen möchte, ist zum Beispiel für das Verteilen von Flyern, Plakaten oder bei der Unterstützung von Informationsveranstaltungen herzlich willkommen.

In lockerer Runde und bei Kaffee und belegten Brötchen erfuhren die Interessierten, dass sich die Arbeit nicht nur auf die Begleitung von Schwerkranken und deren Angehörigen beschränkt. Die Camino-Vorsitzende Renate Kaspar und hauptamtliche Koordinatorin Christine Thöner gaben gerne Auskunft über die zum Teil sehr sensible Thematik. „Viele Angehörige sind bei der Trauerbegleitung überfordert.

Einige halten es aus, andere wiederum suchen Beratung oder Unterstützung bei uns”, berichtet Christine Thöner aus ihrem Erfahrensschatz. Oft ist eine individuelle Begleitung in Form von Gruppen- oder Einzelgesprächen notwendig.

Das umfangreiche Aufgabengebiet von Camino umfasst zudem Hilfestellungen der verschiedensten Art, wie Mundpflege oder das Umlagern der Kranken. Beratung zur Palliativpflege oder zu Patientenverfügungen zählen ebenfalls dazu. Über die gesamten Angebote des Hospizdienstes Camino, der neben Geilenkirchen auch Gangelt, Selfkant und Übach-Palenberg abdeckt, konnten sich die Besucher informieren.

1994 wurde Camino auf Initiative von Ursula Luthe-Rieken und Peter Bromkamp ins Leben gerufen und 1996 als eingetragener Verein gegründet. Waren es im Gründungsjahr noch vier Sterbebegleitungen durch die Helfer von Camino, betrug die Anzahl in 2008 schon 30. Die angebotenen Trauerbegleitungen wurden sogar 275 Mal in Anspruch genommen. Mittlerweile unterstützen 70 Mitglieder die Hospizbewegung Camino. Der Dank von Angehörigen drückt sich nicht selten durch eine finanzielle Unterstützung für Camino aus, der die laufenden Kosten wie Raummiete, Nebenkosten, Telefon oder Fahrten etwas mildert.

Bürozeiten und Trauersprechstunde

Camino ist über den Eingang der Notdienstzentrale im Krankenhaus von der Martin-Heyden-Straße zu erreichen.

Die Bürozeiten: Montags, mittwochs und freitags 9.30 bis 11.30 Uhr. Trauersprechstunde ist donnerstags von 15 bis 17 Uhr.
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