Hospizbegleiter auf dem schweren letzten Weg

Von: Jessica Backes
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Drei der sechs neuen Hospizbegleiterinnen zusammen mit ihren Ausbilderinnen, dem Vorstand und der Koordinatorin. Foto: Jessica Backes

Geilenkirchen. Am Samstag fand in Burg Trips die feierliche Zertifikatsübergabe des Befähigungskurses zum Hospizbegleiter bei Camino statt. Zum Abschluss des Kurses, der sich über ein halbes Jahr erstreckt hat, wurden den sechs Teilnehmerinnen Renate Kaspar und Brigitte Stevens aus dem Vorstand ihr Zertifikat übergeben.

Die Ehrenamtler werden bei ihrem künftigen Dienst von der Koordinatorin Gabriele Krumbach unterstützt werden.

Die ambulante Hospizbewegung Camino e.V., die in Geilenkirchen, Übach-Palenberg, Gangelt und im Selfkant aktiv ist, beschäftigt sich damit, Sterbende in ihren Familien oder in Einrichtungen zu begleiten. Sie richten sich nach den Bedürfnissen der Kranken und ihrer Angehörigen, indem sie diese begleiten und unterstützen, zum Beispiel dadurch, dass sie ihnen Nähe und Vertrauen schenken und einfach für sie da sind und Zeit für sie haben.

Versorgung und Verfügungen

Außerdem vermittelten die beiden Kursleiterinnen Elvira Keuter und Renate von Birgeln den Teilnehmern, dass sie den Schwerkranken oder sterbenden Menschen und ihren Angehörigen Hilfestellung bieten in der Auseinandersetzung mit Krankheit, Abschied und Sterben, aber sie informieren auch über Palliativversorgungen, Patientenverfügung und so weiter.

Die neuen ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen Gisela Nöken, Julia Thäter, Birgit Reinartz, Iris Schweickert, Anna Girgel und eine weitere Teilnehmerin haben sich im Befähigungskurs damit auseinandergesetzt, was es heißt, zu reden, zuzuhören und zu schweigen. Sie wollen Gesprächspartnerinnen sein und den Menschen, die sie begleiten, die Möglichkeit geben, ihre Sorgen und ihren Kummer zu teilen.

Weiterhin wollen sie gemeinsam mit den Menschen aktiv sein und singen, beten, ihnen vorlesen und zusammen spazieren. Wichtig ist auch, dass sie mit ihren Diensten die Angehörigen entlasten und ihnen Gelegenheit geben, sich auszuruhen und Dinge zu erledigen und ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen.

Die Hospizbewegung Camino sucht immer wieder neue Leute, die diesen Befähigungskurs absolvieren möchten. Die Anfragen für eine Tätigkeit zum Hospizbegleiter hätten sich alleine vom letzten zu diesem Jahr verdoppelt.

Die Kursteilnehmerin Gisela Nöken erzählte, dass ihre Motivation, diesen Befähigungskurs zu absolvieren, dadurch entstand, dass ihre eigenen Eltern gestorben sind und sie gesehen hat, dass viele Menschen in dieser Situation alleine sind. Sie möchte diese auf ihrem Weg begleiten, damit sie jemanden haben, auf den sie sich verlassen können.

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